Ansicht eines Reviews

Quiet Earth - Das letzte Experiment (1985)

Eine Kritik von c.funke (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 10.11.2006, seitdem 561 Mal gelesen


The Quiet Earth (Sunfilm) Einer der interessantesten Endzeitfilme der 80er Jahre wurde jetzt in einer wirklich guten Überarbeitung von der Firma Sunfilm veröffentlicht. The Quiet Earth, von dem Regisseur Geoff Murphy (Freejack, Young Guns, Alarmstufe Rot 2) nach dem Roman von Craig Harrison im Jahr 1985 gedreht, erzählt die Geschichte des Wissenschaftlers Zac Hobson, der eines morgens um 06:12 Uhr aufwacht, und merkt, dass die Welt nicht mehr so existiert, wie er sie am Abend vorher erlebt hat. Er ist plötzlich der einzige Überlebende eines wissenschaftlichen Experiments, an dem er als Forscher mit beteiligt war. Erst ist er irritiert, später genießt er die neue Situation. Hier liegen auch die stärksten Momente des Filmes, zu sehen, wie Zac, dargestellt von einem genialen Bruno Lawrence (nie großartig außerhalb Neuseelands bekannt geworden, obwohl er wunderbar spielte, mittlerweile aber auch seit über 10 Jahren tot ist) sich alle Freiheiten nimmt, fremde Villen besetzt, in Frauenunterwäsche durch die Gegend zieht, mit einem Panzer alles niederwalzt, jedoch irgendwann schleicht sich auch bei dieser absolut ausgelebten Anarchie ein Gefühl der Einsamkeit ein. Hier erzielt Bruno Lawrence in einer echten One Man Show mit minimaler Mimik ein maximales Ergebnis. Als er dann auf zwei weitere Überlebende trifft, brechen nach der anfänglichen Freude die bekannten Problematiken wieder auf. Konflikte zwischen den zwei Männern, Vorurteile, Diskriminierungen und anderes scheinen selbst in so einer ausweglosen Situation nicht aus dem menschlichen Charakter auszumerzen zu sein.The Quiet Earth ist vom filmischen her ein typischer 80er Jahre Film. Keine hektischen Spielereien, lange Einstellungen, viele Dialoge, kein mulmiges Gefühl des Regisseurs, wenn ein Flugzeug in ein Haus fliegt, somit nähert er sich auf einer eher philosophischen Art dem Hauptkritikpunkt des Filmes, nämlich dem unbedarften Umgang mit den Möglichkeiten der Technologie, und wo die moralisch ethischen Grenzen liegen sollten. Die Paranoia Stimmung wird durch die aktuelle Veröffentlichung gut herausgearbeitet, der Film liegt in Dolby 5.1 vor, was sogar, trotz des Alters des Filmes einen guten räumlichen Effekt hat. Das Bild ist relativ fehlerfrei, wirkt allerdings an den Rändern ein wenig beschnitten. Mit dieser Veröffentlichung ist es der Firma Sunfilm gelungen, einen sehr interessanten Independent – Streifen anspruchsvoll umzusetzen, damit man ihn auch heute noch für sich neu entdecken kann (wenn man ihn nicht schon aus den Spätvorstellungen im TV kennt). CFS


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "c.funke" lesen? Oder ein anderes Review zu "Quiet Earth - Das letzte Experiment (1985)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von c.funke

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

264 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Ich spuck auf dein Grab (1978)
Paragraph 78: Punkt 1 (2007)
Traxx (1988)
Scorpion King 3 - Kampf um den Thron, The (2012)
Men Suddenly in Love (2011)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich