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Ansicht eines Reviews
Quiet Earth - Das letzte Experiment (1985)
Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 30.04.2009, seitdem 589 Mal gelesen
Der Wissenschaftler Zac Hobson (Bruno Lawrence) stellt fest, dass ein unerklärlicher Effekt offenbar über Nacht sämtliche anderen Menschen von der Erdoberfläche ausgelöscht hat. Er vermutet einen Zusammenhang zu dem multinationalen Experiment, an dem er vor der Katastrophe mitgearbeitet hat. Einsam wandelt er über die schweigsame Erde auf der Suche nach Antworten…
Eine fesselnde Endzeitvision, die das Bild einer plötzlich von ihren Bewohnern befreiten Erde mit großer Detailverliebtheit ausgestaltet: verwaiste Straßen und Kreuzungen, liegen gebliebene Fahrzeuge, verstummte Medien und überall dienstbereite, aber herrenlose Apparate. Auch die Schilderung von Hobsons wechselndem Umgang mit der Lage gelingt überzeugend: Verwunderung und Furcht, zielstrebige Besonnenheit und hemmungslose Tollheit bemächtigen sich abwechselnd seiner, je nachdem, ob ihm die Mission, die das Schicksal ihm ungefragt aufgebürdet hat, gerade bedeutsam oder nur noch witzlos erscheint. Trotz kleiner Ungereimtheiten verdichtet der Film sich zu einer faszinierenden Meditation über die Vergänglichkeit des menschlichen Seins, die das Getöse des Alltags hinter sich lässt, bis plötzlich ganz leise, wie aus weiter Ferne das elegische Lied von der unermesslichen Bedeutungslosigkeit des Menschen im Angesicht der Schöpfung durchklingt.
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