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Solaris (2002)

Eine Kritik von deadlyfriend (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 24.03.2008, seitdem 296 Mal gelesen


Vorne weg möchte ich erstmal sagen das ich kein großer Fan von Steven Soderbergh bin. Ich habe allerdings auch überhaupt nichts gegen ihn. Er hat ein paar gute Filme gedreht aber auch ein paar recht durchschnittliche, weshalb er für mich nie ein besonders auffälliger Regisseur war. Mit dem Remake von Solaris hat er aber den Vogel abgeschossen. Leider habe ich das Original nicht mehr 100%ig im Gedächtnis, aber das werde ich bald nachholen um die beiden besser vergleichen zu können.
Auf der Raumstation Prometheus gehen seltsame Dinge vor.
Der Leiter der Raumstation möchte aber nicht zur Erde zurück und bittet per Videobotschaft seinen Freund Dr. Chris Kelvin ins All zu kommen da er in ihm den einzigen sieht der noch helfen kann. Kaum angekommen stellt er fest das nur wenige Besatzungsmitglieder am Leben sind und keiner mit ihm über das Geschehene reden will. Solange bis es ihm selbst widerfährt......

Den ganz großen Wurf hat Soderbergh mit der Atmosphäre geschaffen. Jede Sekunde auf der Raumstation ist absolut beklemmend. Unüblicher Weise kann man von Anfang an nicht erkennen worauf der Film überhaupt hinaus will, wodurch er an von Minute zu Minute an Mystik gewinnt. Die verängstigten bzw. völlig desillusionierten Überlebenden scheinen einem fremd und unheimlich. Der geradezu majestätische Planet "Solaris" wirkt anfänglich einfach nur unglaublich schön, aber bei jeder weiteren Betrachtung immer bedrohlicher. Nicht vom Aussehen, aber aufgrund der jeweils vorangegangenen Dialoge und der fantastischen Schnitttechnik die den Planeten immer an der perfekten Stelle in Szene setzt. Man kann dadurch seine nicht offen erkennbare Macht unterschwellig fühlen, aber niemals danach greifen. Ebenso genial sind die Rückblenden in die Vergangenheit eingestreut, um die übernächste Szene wieder verstehen zu können. Ein Schritt zurück um zwei nach vorne zu gewinnen. Der kongeniale Soundtrack von Cliff Martinez versetzt einen fast in Hypnose und er sitzt in jeder Szene dermaßen passend, das er von den Bildern niemals getrennt werden darf. Skeptisch war ich ob George Clooney die Rolle tragen kann, aber das gelingt ihm ausgezeichnet. Die Einsätze von Jeremy Davies sind eine Augenweide und auch Natascha McElhone weiß immer zu gefallen. An diesem Film wurde einfach gar nichts verkehrt gemacht!

Ein visuelles und inhaltliches Meisterwerk vor dem ich mich verbeuge und mit 10 Punkten im Gepäck wieder aufrichte.


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