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Fluch von Darkness Falls, Der (2003)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 23.10.2004, seitdem 480 Mal gelesen


Tja, schade. Dabei wäre die Idee mit der mordenden Zahnfee echt gut gewesen. Außer dieser Idee hat der Film aber leider überhaupt nichts zu bieten.

Aber erstmal zur Story:
der kleine Kyle hat seinen letzten Milchzahn verloren. Der Legende nach muss er diesen jetzt einfach unter sein Kopfkissen legen und die Zahnfee bringt ihm dafür etwas feines. Einzige Bedingung: Man darf nicht hinsehen, wenn die Zahnfee da ist. Leider hält sich Kyle nicht daran und zieht somit ihren Fluch auf sich. Die Zahnfee gibt's nämlich echt und sie ist ein geisterhaftes, in schwarze Laken gehülltes Wesen, das, wenn es gesehen wird, ziehmlich ungemütlich werden kann. Prommt befördert sie Kyles Mutter ins Jenseits, der Junge selbst kann sich zwar retten, wird aber 12 Jahre in die Klapse gesteckt, weil ihm die Story niemand abkauft.
Als Erwachsener bekommt Kyle plötzlich einen Anruf. Am Apparat ist seine ehemalige beste Freundin aus Kindestagen. Sie bittet ihn um Hilfe, da ihr kleiner Bruder behauptet ebenfalls Besuch von der Zahnfee zu bekommen ...

Ich geb' zu, dass der Film echt vielversprechend anfängt. Er wirkt recht spannend und hat auch gute Schockeffekte vorzuweisen.
Was dann aber auf einen wartet ist der absolut hirnloseste Schrott, der mir seit langem untergekommen ist.
Die Zahnfee taucht auf wann's ihr passt und murkst alle ab, die ihr eben gerade in die Quere kommen. Die Legende (laut Film) besagt aber, dass sie eigentlich nur hinter denen her ist, die sie gesehen (!) haben.
Auch wahnsinnig bescheuert: die Zahnfee kann nicht ins Licht, kann also nur dann zuschlagen, wenn ihre "Opfer" im Dunkeln tappen. Im Film schützt sich ein Junge vor ihr, indem er eine kleine Lampe über dem Bett beim Schlafen anlässt, die gerade mal sein Gesicht erhellt. Da fragt man sich doch, wieso die Zahnfee ihn dann nicht einfach ins Dunkle zieht, da sie ja den im Schatten liegenden Teil seines Körpers berühren kann.

Ich weiß, ich weiß ... Das klingt jetzt alles furchtbar kleinkariert, belanglos und übertrieben, eben als ob ich nur auf Kleinigkeiten rumreiten und in der Scheiße stochern würde.
Solche Details fallen hier aber in Unmengen zur Last und haben den Film in meinen Augen zu einem völlig unausgegorenen, an den Haaren herbeigezogenen und willkürlich zusammengeschusterten Scheißdreck gemacht.

Das ist aber längst nicht das Schlimmste. Das "Filmmonster" ist darüberhinaus noch alles andere als gruselig, cool oder interessant geraten, was wohl daher kommt, dass die Zahnfee weder Charakter, noch Persönlichkeit hat. Außerdem bleiben ihre Motive auch gänzlich im Dunkeln. Sie mordet einfach aus Rache, weil sie vor Ewigkeiten zu unrecht zum Tode verurteilt wurde. Mehr erfährt der Zuschauer nicht.

Darüber hinaus geht die Spannung nach den ersten 10 Minuten flöten, weil ab da alles nach Schema F abläuft. Der Plot erinnert dunkel an "Nightmare on Elm Street", bietet aber in keinster Weise Ersatz, und im Punkto Action sieht's hier auch ziemlich mager aus. Blut fließt hier nämlich gar keins und alle Morde fallen, wie der blasse Showdown, überaus unspektakulär aus.

Was bleibt ist unterdurchschnittlicher Grusel, obwohl "Grusel" ein bereits zu hohes Lob für diese Banalität ist, da die platte Story mit ihren schlechten Darstellern einen einfach völlig kalt lassen.

Fazit also: hirnloser, langweiliger 08/15-"Grusel"scheiß. Echt ein Jammer! Die Idee mit der mordenden Zahnfee hätte weitaus besser umgesetzt werden können. Nach diesem Machwerk wird man aber garantiert keine Angst beim Einschlafen haben.


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