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Ansicht eines Reviews
City of God (2002)
Eine Kritik von Mr. Blonde (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 21.08.2005, seitdem 396 Mal gelesen
„City of God“ schildert auf realistische Weise das Leben jugendlicher Krimineller in Rio De Janeiro und basiert zudem noch auf wahren Begebenheiten. Der Film zeigt die Perspektivlosigkeit der Jugend auf, welche sich nicht anders zu helfen weiß, als mit nackter Gewalt. Träume haben in der Stadt Gottes keine Zukunft, es gibt nur eins, was sicher ist: Das sich immer wieder eine neue Generation findet, welche glaubt, ein „Gangster“ sein zu müssen.
Die Geschichte lebt von Szenen, welche wiederholt aus anderen Perspektiven gezeigt werden, so erlangt „City of God“ eine erfrischende Vielseitigkeit, welche an einen Episodenfilm erinnert. Um den Authenzitätsgrad nach oben zu schrauben, hat man nur vollkommene Nonames und Straßenkinder für die Darsteller gewählt, was nicht besser hätte laufen können, wer kann schließlich einen kleinen Möchtegerngangster besser verkörpern, als die, die sich jeden Tag auf den Straßen von Rio herumschlagen müssen? Die Kameraarbeit überrascht mit einer 360 Grad Kamerafahrt, die ähnlich wie Stanley Kubrick in „2001 - Odyssee im Weltraum“, den Zuschauer plötzlich und unerwartet um Jahre zurückwirft, auch sonst sind die vielen langen Fahrten und überschaubaren Kameraeinstellungen positiv anzumerken.
Am Ende bleibt eine gelungene Studie über eine sich von Generation zu Generation verbreitende Seuche namens Dummheit, welche die knallharte und brutale Realität, in der Kinder Kinder töten, gekonnt widerspiegelt. Einer der besten Filme zum Thema.
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