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Ansicht eines Reviews
City of God (2002)
Eine Kritik von Enton (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 07.03.2003, seitdem 400 Mal gelesen
In City of God geht es um Bandenkriege in Rio de Janeiros Favelas in den 60&70ern. Der Protagonist, ein schwarzer Junge namens Rocket, fungiert als Erzähler und berichtet von diversen Personen in den verschiedenen Gangs, die sich teilweise in kriegsähnlichen Zuständen befinden. City of God nennt sich der Slum, aus dem die meisten Beteiligten stammen.
Rocket will eigentlich Reporter werden, gerät aber durch einige Zufälle genau in die Schusslinie der Gangs und der Polizei und hier beginnt er zu erzählen.
Wie schon gesagt, es werden verschiedene Geschichten erzählt, die "Tarantino-esk" irgendwie miteinander verwoben sind und sich hier und da kreuzen. In der Hauptsache handeln die Geschichten von Leuten, die Gangs übernehmen, anführen oder einfach nur dealen.
Brutalität gibt es zu Genüge und teilweise wird es auch ganz schön krass, wenn sich nämlich Kinder gegenseitig erschiessen und die Kamera explizit draufhält.Im Gegensatz zu Miikes "Fudoh" muss man hier schon mal kräftig schlucken, weil diese Szenen ziemlich kalt rüberkommen.Leute werden erschossen, wenn sie nur ein falsches Wort gesagt haben oder den falschen kennen.
Der visuelle Stil unterstreicht diese aggressive Atmosphäre nocheinmal,denn wirkliche Farben sind nie zu erkennen,das Bild ist Hauptsächlich sehr grell. Erinnert ein bisschen an Traffic (in Mexiko).
Der Soundtrack trägt ebenfalls zur Atmosphäre bei (hauptsächlich brasilianische Klänge) und runden das positive Gesamtbild ab.
Mein erster brasilianischer Film und gleich so ein Hammer! Also ich kann diesen Film jedem ausdrücklich empfehlen, auch wenn er nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter ist. 9/10
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