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City of God (2002)
Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 10.05.2003, seitdem 645 Mal gelesen
Bildgewaltiges und schonungsloses Portrait einer Jugend, denen Begriffe wie Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Gesetz fremd sind. Herausstechendes Merkmal des Filmes ist seine eigenwillige Optik, die durch schnelle Schnittfolgen, zeitlich versetzte Handlungsstränge und einem stilsicheren Gespür für Ausleuchtung und Farbgebung brilliert. Die Geschichte selbst ist spannend erzählt und wartet immer wieder mit Überraschungen auf, vorallem bedingt durch die Technik der zeitlich versetzten Handlungsstränge. Mit zum Gelingen des Filmes trägt freilich auch das Szenario bei. Die Stadt Gottes verleiht dem Film eine ganz eigene Note, womit er sich von ähnlich gelagerten Filmen wie Blood in, Blood Out oder Bullet in the Head abhebt und zu einem ganz besonderen Kinoerlebnis wird. Das normal-dumme Hollywood-Publikum wird sicher weniger Gefallen an dem Film finden, der versierte Filmfan wird jedoch begeistert sein. Kritikpunkte gibt es fast keine: Eventuell ist der Film - übrigens auf einer wahren Begebenheit beruhend - etwas zu lang geraten (was nicht heisst daß er langweilig wäre) und auch die Synchro ist meiner Meinung nach nicht immer optimal...
Unterm Strich ist City of God jedoch ein klasse gespieltes und inszeniertes Drama, das jeden Cent Eintritt wert ist.
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