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Hakaider (1995)

Eine Kritik von Abesapien (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 23.07.2004, seitdem 688 Mal gelesen


Keita Amemiya, Regisseur von "Zeiram", " Zeiram 2" und "Kamen Rider ZO", ist mit "mechanical violator HAKAIDER" zweifelsfrei ein weiteres Meisterstück im 90er Tokusatsu (japanisch für SFX)-Film gelungen!

Basierend auf den schon in den frühen 70ern in Japan gestarteten Manga- und TV-Serien um den Roboter "Kikaider" erzählt "mechanical violator" eine neue Version der Geschichte und macht sich als postmoderne "Fortsetzung" Kikaiders (kikai = jap. für Maschine) damaligen Erzfeind, den ebenfalls mechanischen Hakaider (hakai = jap. für Zerstörung) zum (Anti-)Helden der Geschichte.

Der Hakaider wird durch einen Zufall aus seiner Gefangenschaft befreit, ahnungslos ob seiner Herkunft oder Bestimmung. Sofort befreit er sein in schwere Ketten gelegtes Motorrad und macht sich auf den Weg nach "Jesus Town", der Hauptstadt eines totalitären Staates, gelenkt durch die Truppen eines engelhaften Demagogen, der den Menschen ihren freien Willen raubt um sie als seine "Kinder" für immer am Leben zu errhalten.
Problem: Menschen ohne freien Willen stehen auf der Abschussliste des Hakaider. Gemeinsam mit einer mehr oder weniger beherzten Seperatistengruppe macht er sich auf, Jesus Town zu Fall zu bringen. Dabei muss er sich dem mechanischen (Erzengel) Michel stellen, der rechten Hand des Herrschers von Jesus Town.

Ales in allem ein atemberaubender Film, bei dem sich der eine oder andere fragen wird: Warum gibt es sowas nicht öfter?? Geniale Make-Up und Kostüm-Effekte, Roboter und so richtig schön überzeichnete japansche Symbolik (Federn statt Blut, christliche Referenzen überall, tolle Bildkomposition) und ein Showdown der es in sich hat.
Bestimmt nicht jedermanns Film, wer aber allgemein die japanische Popkultur schätzt (was jeder sollte ^^) oder zumindest Klassiker wie Robocop oder den Marvel Punisher, der kann bei Hakaider nicht falsch liegen. Wenn man bedenkt wie enttäuscht man heutzutage bei Filmen ist, die an die 100 Mio Dollar kosten, und doch nichts bieten, so bietet HAKAIDER ebeso wie ZEIRAM für realtiv wenig Budget verdammt viel, und dabei noch sehr viel von der Handarbeit und wirklich genialem Charakter-Design (von Amemiya selbst), das man im westlichen Kino allzu häufig missen muss. Keine Frage, einer meiner Lieblingsfilme ^^... ANSEHEN!

P.S.: Für Freunde des Details:
Einer der Separatisten wir von einem Westler gespielt, in der japanischen Version jedoch nachsynchronisiert. Die Stimme ist keine geringere als die von SHIGERU CHIBA, Hauptdarsteller aus Mamoru Oshiis AKAI MEGANE/ RED SPECTACLES und STRAY DOG und TALKING HEAD bzw bekannt als Shige aus allen PATLABOR Anime Inkarnationen.

P.P.S.:
Die neue Story kommt von Ishinomi Shotaru selbst, Erfinder von TV- /Manga-Klassikern wie Kamen (Masked) Rider und natürlich Kikaider.


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