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Drunken Master (1994)

Eine Kritik von TruthOfMyYouth (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 28.06.2002, seitdem 506 Mal gelesen


„Drunken Master II“ (so der Original-Titel) ist wohl einer der Besten, wenn nicht sogar DER beste Jackie Chan-Film überhaupt.

Hier hat sich der Meister des einfallsreichen Fightens wirklich eine Menge an absurden und atemberaubenden Kampftechniken einfallen lassen. So gibt es zu jedem Fight, so halsbrecherisch und furios er ist, in der nächsten Szene wieder einen Spektakuläreren.
„DM II“ ist die wohl am aufwendigsten produzierte Kung Fu-Saga überhaupt, hier stimmt alles: Imposante Kameraaufnahmen, eine tolle und detailgetreue Kulisse, jede Menge umwerfender Situationskomik (für die Jackie Chan ja auch berühmt ist) und die wohl besten Kampfszenen, die man in einem JC-Film finden kann.

Zur Story: China im 19 Jahrhundert: Die Engländer besetzten Hong Kong und unterdrücken die Chinesen. Wong Fei-Hong, der gerade mit seinem Vater und seinem Bruder auf Reise ist, gerät in Konfrontation mit einem Soldaten, welcher ein von den Engländern geraubtes Schmückstück zurückholt. Dabei vertauschen sie ihre Päckchen: Der Soldat bekommt den gewöhnlichen Ginseng, Wong das wertvolle Jadesiegel. Als die Beiden sich später wiedertreffen, erzählt der Soldat Wong, das die Engländer immer wieder Schmuck und somit einen Teil der chinesischen Kultur aus dem Lande schmuggeln. Als dann die Arbeiter einer Stahlfabrik streiken und Wong mitteilen, dass dort Seltsames vorginge, raffen sich Wong und ein paar Mitstreiter auf, den kriminellen Machenschaften der Engländer ein Ende zu setzen. Es kommt zum furiosen Showdown mit sehr, sehr viel Alkohol :)...

Und mit diesem Showdown, dessen Dreharbeiten 4 Monate andauerten, eröffnet sich ein Fest von gutem Kampfsport, der immer wilder und verrückter wird, desto mehr Alkohol Jackie konsumiert. Da hat selbst die atemberaubende Technik von Low Hui-Kang, einer von Jackie´s Stuntmen, keine Chance mehr.

Untermalt wird „Drunken Master II“ dann noch mit einigen witzigen Einlagen, die für einige Lacher sorgen.

Dramatik und schauspielerische Leistungen werden auch noch in den Vordergrund gestellt, beispielsweise als Wong und sein Vater sich streiten. Hier beweist Jackie Chan einmal mehr, dass er auch ein guter Schauspieler ist und nicht nur atemberaubenden Kampfsport auf Celluiod bannen kann.

„Drunken Master II“ bietet für jeden etwas, weshalb er auch dem nicht Eastern-Fan gefallen sollte. Im traditionellen Gewand mit edler Optik und viel Aufwand wird einem dieses Spektakel, was wohl Jackie´s letzten Ausflug in die Oldschool darstellen wird, präsentiert.
Ein Jackie Chan-Film in nie dagewesener Perfektion, uneingeschränkt sehenswert!

Ich vergebe 10/10 (berechtigten) Punkten


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