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Leviathan (1989)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 15.03.2012, seitdem 300 Mal gelesen



Nach dem ernüchternden „Deep Star Six“ wollte ich den „Abyss“-Knockbustern aber weiterhin Chancen einräumn und nicht gleich resigniert die Taucherglocke in die Ecke pfeffern. Also ab mit dem „Leviathan“ auf meine private Taucherliste und prompt kam auch die Reisebestätigung. Dann schnell den Bleigürtel umgeschnallt, auf Tiefe gehen und los ging es.

Wo wir gerade von Tiefgang schreiben, in der Unterwassermär etwas über 4000 m, der Tiefgang der Story selber, etwa 1,18 m so, dass der Schniddelwutz vielleicht gerade im Wasser rumplätschert. Wäre da nicht diese russische, leckgeschlagene Nussschale auf dem morastigen Meeresboden, würde ich wahrscheinlich nicht mal wissen ob ich gerade die Inhaltsangabe vom eingangs genannten Tiefseefilmchen lese oder die von „Leviathan“. Aber dennoch hebt er sich vom „Tiefen Stern 6“ ab, wodurch?

Erst einmal wären mir vor dem „Playbutton“ quetschen fast sämtliche Knöpfe vom Jacket gehüpft. Da bekomme ich doch im vorab aktivierten Trailer irgendwas von 30 Millionen Dollar um die Ohren gehauen. Damit hätte man „The Terminator“ ja viermal drehen können oder ich etwa einen Dauerangelschein bis zur nächsten Eiszeit an meinem heimischen Karpfentümpel kaufen können. Das ist schon eine Menge Holz. Zugegeben man sieht es dem Film auch an. Er schwimmt halt einen etwas eleganteren Stil als sein direktester Konkurrent (Nein, nicht James Camerons Tauchgang). Die Effekte sind meist recht aufwendig umgesetzt, obwohl hier und da mal gerne Trash ähnliches Niveau erreicht wird und wer seine Augen etwas zusammen kneift lässt sich auch von dem „Dry-for-wet“-Verfahren nichts vormachen. Aber das sind nur kleinere Makel. Gut das böse Superviech erinnert in seinem finalen Stadium etwas an Jim Hansons Haustiere aber auch darüber lunze ich hinweg.

Der Cast war in meinen Augen nicht schlecht zusammen gewürfelt. Es war einfach nur mal schön Peter Weller ohne Roboschlüpfer, Richard Crenna ohne Ein-Mann-Armee und Daniel Stern ohne „Pflasterstein auf den Kopf kriegend und ‚Harry‘ lallend“ zu sehen. Sie sind eben doch abseits ihrer Stereotypen verwendbar.

Atmosphärisch siedelt er irgendwo zwischen „The Thing“, „Alien“ (was wahrlich nicht von der Hand zuweisen ist) und ein paar alten Trashperlen. Was für mich so voll in Ordnung geht. Im Gegenteil das ist sogar mehr als ich erwartet hatte.

Was liegt demnach vor?


Eine leicht trashige, annähernd spannende Unterwassermär die passabel bis gut unterhält und hier und da mit netten Effekten aufwartet. Aber wahrscheinlich auch niemanden Freudentränen über die Wangen laufen lassen wird. Und der Titel klingt so herrlich dick auftragend!

Euer schnorchelnder Gonzo


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