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American Beauty (1999)
Eine Kritik von Blondie (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 08.06.2008, seitdem 626 Mal gelesen
American Beauty ist eine wundervoll bissige Großstadt-Satire, in der Amerika sich praktisch selbst charaktarisiert. Im Vordergrund des Films steht Protagonist Lester Burnham (Kevin Spacey). Im "Voice Off" System redet er mit dem Zuschauer. Er erzählt von der Vergangenheit, früher wäre er glücklich gewesen. Nach einem völlig verkorksten Tag, an dem er sich in die beste Freundin seiner Tochter verliebte, beschließt er mit seinem alten Leben abzuschließen. Er gibt den Job, sein Eheleben und seine Hobbies auf. Er erfüllt all seine Träume. Einmal, kommt seine Frau nach Hause und es steht ein neues Auto vor der Tür. Der Wagen, von dem er schon immer geträumt hat. Mit bissigem Zynismus gibt er immer wieder seinen Senf dazu. American Beauty zeigt aber noch viel mehr vom Leben. Über Schwule, Hausfrauen und Rassisten. Manch einer wird Elemente oder Verhaltensweisen aus seinem eigenem Leben erkennen, denn American Beauty ist verdammt ehrlich. Das ist aber keinesfalls peinlich, sondern ganz toll, denn die Kritik ist überhaupt nicht aufgedrungen. Zu recht mit Oscars überschüttet, ist American Beauty ähnlich gut wie Fight Club. (Wer genau hinsieht wird viele Paralellen erkennen, über unsere Gesellschaften und unsere Ansichten). Kevin Spacey zeigt eine der besten und mutigsten Schauspielerleistungen der Filmgeschichte.
Immer bewusst zu dick aufgetragen, ist American Beauty eine der besten Satiren aller Zeiten. Ein Film über's Leben. Verdammt ehrlich und vielsichtig. Hollywoodkino mit Niveau - das ist American Beauty - wahrlich ein Meisterwerk.
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