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Ansicht eines Reviews
American Beauty (1999)
Eine Kritik von geogaddi (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 21.04.2003, seitdem 461 Mal gelesen
So lange schwebte mir dieser Film schon vor den Augen herum, seien es Erzählungen von Freunden, Werbungen oder Rezessionen gewesen. Nie achtete ich eigentlich darauf bis er endlich im Fernsehen gezeigt wurde.
Große Erwartungen wurden gesetzt und bei weitem erfüllt. Über die Grenzen hinaus erfüllt, kann man sagen. American Beauty ist wohl der einsamste, fabelhafteste, traurigste, beeindruckenste Film, den ich je gesehen habe. Dieser Film erfüllt kein Klischee, hat keinen Helden, zeigt keinen unnötigen Kitsch, hat einen ernsten und realistischen Humor, bringt einen zum Himmel und wieder zurück, präsentiert die Abgründe und Höhepunkte der menschlichen Existenz.
Die Bilder, die Sprache, die Musik, die Darstellung sind einzigartig und unerreichbar. Jede einzelne Rolle wurde mehr als perfekt besetzt und dieser Film kann auch nach einem einmaligen Ansehen weiter faszinieren.
Kevin Spacey spielt eindeutig die Rolle seines Lebens, die Lustlosigkeit in seinen Augen lässt den Zuschauer abtauchen und weinen. Das Ende erfüllt seinen Zweck, spuckt dem Zuschauer ins Gesicht und scheint ihn zu hassen. Die Trauer jedes einzelnen Charakters wird ohne Studie perfekt dargestellt und nie über- oder untertrieben. Die Persönlichkeiten sind ausgebaut bis ins kleinste Detail und man kann sich in jeden einzelnen Charakter hineinversetzen.
Thomas Newman hat einen der melancholischsten Soundtracks aller Zeiten geschrieben und jede Person wird von dem intensiven, aber dennoch ruhig bleibenden Klavier an den Stuhl gefesselt und zu Tränen gerührt.
Dieser Film ist eine Bereicherung für jeden, der sich immer die Frage gestellt hat: "Warum?"
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