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Aliens - Die Rückkehr (1986)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 12.09.2002, seitdem 1328 Mal gelesen
„Aliens – Die Rückkehr“ ist nicht nur der actionreichste, sondern auch der beste Teil der „Alien“-Saga.
Nach den Geschehnissen des ersten Teils treibt Ellen Ripley (Sigourney Weaver) eingefroren durchs All. Schließlich wird ihr Raumschiff geborgen – nach einer 57jährigen Odyssee. Langsam gewöhnt sich Ripley auch wieder an das normale Leben, aber der Schock sitzt ihr noch tief in den Knochen, was sich unter anderem in Alpträumen äußert. Sehr atmosphärisch wird Ripleys Angst und ihre schlechte Verarbeitung der Ereignisse geschildert; vor allem der Chestbuster Alptraum ist klasse.
Wegen der Sprengung des Frachters muss sich Ripley verantworten, aber niemand glaubt ihr (vorerst). Als sie erfährt, dass auf LV-426 (wo sie damals die Eier der Aliens fanden) Kolonisten angesiedelt wurden, packt sie das kalte Grauen, aber immer noch wird sie ignoriert. Doch sechs Monate später antwortet LV-426 nicht mehr. Langsam müssen die Biester natürlich wieder ins Spiel kommen und geschickt arbeitet „Aliens“ deren auftauchen wieder ein ohne dabei das Rezept des Originals dumpf zu kopieren.
Eine Elitetruppe von Marines soll die Lage prüfen und auch Ripley kann schließlich überzeugt werden mitzukommen. Zum einen soll sie die Truppe beraten, aber zum anderen will sie ihre Erlebnisse so verarbeiten. Doch auf dem Planeten angekommen, erwartet die Truppe das blanke Grauen...
Die Stimmung und die Atmosphäre von „Aliens“ ist schön düster und sehr gelungen. Herrlich gruselig ist die verlassene Station der Kolonisten und auch die Schockeffekte, die Regisseur James Cameron („True Lies“, „Terminator“) einbaut sitzen hervorragend. Hinzu kommt das fantastische Design des schweizer Künstlers H.R. Giger, der nicht nur die Aliens, sondern auch ihre organischen Nester entwarf. Auf der Leinwand umgesetzt sieht das Design beeindruckend aus, wie alle der tollen Spezialeffekte des Films.
Die Story ist sehr gut und dicht. Nachdem der Film ruhig beginnt und langsam an Tempo zunimmt, gestaltet er sich zum Ende zur einem wirklich klasse Survival Abenteuer. Dabei ist der Plot hochspannend in jeder Hinsicht. Nebenbei kann die Story einige sehr gute Wendungen vorweisen und ist immer glaubwürdig.
Natürlich gibt es auch diverse Auseinandersetzungen mit den Biestern, die mit einem großen Waffenarsenal ausgetragen werden. Diese sind spannend und spektakulär in Szene gesetzt und beziehen im späteren Verlauf des Films auch Dinge wie z.B. die begrenzte Munition mit ein. Dazu sind die krachenden Shoot-Outs noch mit reichlich Pyrotechnik angereichert worden, aber trotzdem ist „Aliens“ kein wirklicher Actionfilm.
Zu empfehlen ist der Directors Cut des Films, der einige gute Ergänzungen bietet. Zum Beispiel erfährt man hier erst, warum die Aliens erst 20 Jahre nach der Ankunft der Siedler über diese herfielen und inwieweit Ripleys Auftauchen etwas damit zu tun hat. Allerdings ist das Drehbuch so gut geschrieben, dass der Film auch blendend ohne die Erweiterungen funktioniert (aber der DC macht trotzdem etwas mehr Laune).
Sigourney Weaver ist klasse als Heldin wider Willen und spielt sehr überzeugend. Das gilt eigentlich für die komplette Besetzung, wobei die Darsteller der Marines noch mit bekannten Schauspielern wie Michael Biehn („Terminator“), Lance Henriksen („Harte Ziele“) und Bill Paxton („Predator 2“) aufwarten kann.
„Aliens – Die Rückkehr“ ist ein großartiges Sequel, welches das Original noch übertrifft. Ein echtes Must See mit viel Spannung, Atmosphäre und Action.
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