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Baby Blood (1990)

Eine Kritik von Boxhamster (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 02.02.2004, seitdem 1050 Mal gelesen


Inhalt:
Yanka arbeitet bei einem Zirkus, welcher ein neues Raubtier geliefert bekommt. Eines Nachts zerplatzt dieses Tier, wofür ein merkwürdiges Wesen verantwortlich ist, das sich in dem Tier eingenistet hatte und nun Unterschlupf in Yankas Körper findet. Das Wesen will von Yanka geboren werden und braucht dafür einige Liter menschliches Blut, die ihm Yanka zuführen soll. Da sie auf Männer sowiso nicht so gut zu sprechen ist, weil sie von ihrem stets gepiesackt wird, fällt ihr das Blutbesorgen zunehmend leichter.


Kritik:
Bisher könnten mich französische Horror- geschweige denn Splatterfilme nicht besonders überzeugen und das hat sich auch nach der Sichtung dieses Streifens nicht geändert.

Die Grundidee des Films ist zwar ganz nett, kann jedoch nicht über die gesamte Laufzeit überzeugen. Ich hatte den Eindruck, der Film besteht aus einzelnen, aneinandergereihten Kurzfilmen, die ihren Höhepunkt in der Ermordung eines oder mehrerer Opfer finden.

Auch der typische französische Humor (oder eher Klamauk) hat Einzug gehalten und konnte mich nur teilweise überzeugen, da stellenweise die Darstellungen der Protagonisten arg übertrieben wurden.
Wirklich witzig dagegen sind die Gespräche zwischen Yanka und "ihrem" ungeborenen Baby (welches übrigens in der US-version von Gary Oldman gesprochen wird). Es macht einfach Spaß, den Gedankengängen dieses Wesens zu lauschen. Besonders komisch sind seine bissigen Kommentare bei einem Rendezvous zwischen Yanka und einem armen Würstchen, welches sie zutextet und vom Ungeborenen mit den Bemerkungen "Der wird uns aber schmecken!", "Was soll das Gequatsche?" und "Blödsinn!" bedacht wird.
In einer anderen Szene auf einer Parkbank wird Yanka nach einer Unterredung mit dem Baby von einer Schwangeren gefragt, ob sie auch immer mit ihrem Ungeborenen rede, worauf Yanka mit Weggehen reagiert und eine verdutzte Mutter zurücklässt.
Die Fussballfans kriegen auch ihr Fett weg, denn diese werden am Ende des Streifens als alkoholisierte, widerliche Vergewaltiger dargestellt.
(Ich denke eher) unfreiwillig komisch sind die teilweisen Reaktionen von Fussgängern oder Autofahrern, die ungeniert irritiert in die Kamera schauen, was anscheinend dafür spricht, dass für den Film Straßen nicht abgesperrt wurden.

Worüber man nicht klagen kann, ist der Blutgehalt des Films, denn dieser ist relativ hoch. So werden Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise erstochen, erschlagen oder einfach mal mittels einer Sauerstoffflasche zum Platzen gebracht. Das ganze ist niemals realistisch und soll es auch offensichtlich nicht, denn der Spaß liegt bei diesem Film im Hauptinteresse des Regiesseurs.
Sehr gelungen ist meines Erachtens die Szene, in der die Kamera die Sicht einer Schere einnimmt, die von Yanka mehrmals in ein Opfer gestochen wird.

Kein wirklich guter, aber auch kein wirklich schlechter Film.


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