Review
von Pyri
Das bessere "Armageddon"
Ein Disclaimer vorweg: GeophysikerInnen und dergleichen sollten um diesen Streifen wohl einen weiten Bogen machen - die Wissenschaft darin ist wahrscheinlich weitgehend keineswegs in Ordnung.
Und "The Core" ist nämlich eine Mischung aus Katastrophenfilm und Event-Science-Fiction wie man sie schon von Michael Bay her kennt, den ich heutzutage eigentlich sehr schätze - aber wirklich auch erst seit der "Insel". Die Genre-Mixtur mag (auch) ungewöhnlich sein, aber deren Ingredienzien sind es eben nicht: typischer Hollywood-Fare, seit Charlton Heston in "Erdbeben" und George Pals Zeiten halt bloß alles verspielter. So muss(te) diese postmoderne Variante des Jules-Verne-Yarn von der Reise zum Mittelpunkt der Erde auch durch etwas anderes meine Aufmerksamkeit sich verdienen: durch die Besetzung.
Der Film besticht durch ein für dieses Genre tatsächlich außergewöhnliches Ensemble, das man vielleicht hier und da in einem anderen Genrefilm noch zu Gesicht bekommt, aber kaum so versammelt wie in diesem Film.. Und das wurde doch tatsächlich auch genutzt: das beste am Film ist der immer wiederkehrende Teil von ihm in welchem deren aller Szenen schon so gelagert sind wie in einem guten Dialogdrama, womit der Film bemerkenswerter Weise auch beworben wurde. Und diese Werbung stimmt (ausnahmsweise): höchstens im ersten "Species" gab es so eine ähnliche Stimmung zeitweise, von diesem Film mag man sich in den 90ern aber sowieso mehr erwartet haben als hiervon ein Jahrzehnt später
Rating 7.0