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Pusher (1996)
Eine Kritik von BrooKy (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 30.08.2006, seitdem 611 Mal gelesen
Pusher ist eine dänische Produktion aus dem aufstrebenden Genre der Kleinganoven-Filme. Fast schon logisch, dass da Kim Bodnia, bekannt u.a. aus 'In China essen sie Hunde', mit von der Partie ist. Leider kann 'Pusher', um es vorweg zu nehmen, bei weitem nicht mit dem genannten Meisterwerk mithalten.
Zwar gestaltet sich die erste Hälfte des Filmes, in der man dem Protagonisten Frank dabei zusehen kann, wie er sich in ein hoffnungsloses Schuldenschlamassel hineinmanövriert, durchaus unterhaltsam. Man bekommt haufenweise kultiger Dialoge vorgesetzt, wie man sie aus dieser Art von Film bereits zu genüge kennt, aber von denen man dennoch nie genug bekommen kann, gepaart mit einem zwar nicht gerade revolutionären, aber dennoch einfallsreichen Plot. Der urkomische jugoslawische Drogen-Boss Milo tut sein übriges dazu, dass man Anfangs einen wirklich guten Film zu sehen bekommt.
Leider geht diesem auf halber Strecke jedoch gehörig die Puste aus. Denn ungefähr von dort an fährt Frank nur noch verzweifelt durch Kopenhagen und versucht, mehr oder weniger erfolgreich, bei irgendwelchen Leuten Geld aufzutreiben. Das klingt schon nicht sehr spannend und das ist es auch nicht. So passiert dann in der zweiten Hälfte des Filmes ungefähr so viel wie in den ersten 10 Minuten. Schade, dass es nicht umgekehrt ist, denn so bleibt am Ende nur ein durch und durch mäßiges Gesamtbild übrig.
Fazit: Für Fans von Guy Ritchie und Lasse Spang Olsen sehenswert, für alle anderen aber vermutlich ein eher lasches Stück Film.
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