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Agent Cody Banks (2003)

Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 21.05.2008, seitdem 316 Mal gelesen


Bond Junior...

Cody Banks ist kein ganz normaler Jugendlicher. Ohne das Wissen seiner Eltern wird er von der Regierung der USA zum Geheimagenten ausgebildet. Als Cody den Auftrag bekommt die Tochter eines Wissenschaftlers für Informationszwecke zu bezirzen, erweist sich ein weiteres Geheimnis als äußerst hinderlich: Banks ist Mädchen gegenüber schüchtern...

Sicherlich überrascht es niemanden, dass „Agent Cody Banks“ nicht ernsthaft vom Hocker reißt. Andererseits habe ich persönlich mit einem viel schlechteren Film gerechnet. Ohne durch irgend etwas besonders herauszuragen erzählt der Film seine schlichte, wenn auch arg unglaubhafte, Geschichte und weiß dabei auf seine routinierte Art kurzweilig zu unterhalten.

Wie erwartet funktioniert diese Agentenparodie auf Familienniveau. Das Zielpublikum ist dabei eher der jüngere Part der Familie, deswegen ist auch alles eine Spur harmloser als in einem Erwachsenenfilm. Spätestens beim Ableben des Oberschurken erkennt man allerdings, dass die Allerjüngsten besser nicht einschalten sollten.

Da „Agent Cody Banks“ eher ein Jugendfilm ist, kann man über diverse Unlogiken hinweg schauen. In einem comicartigen Film, mit gewollt comicartiger Übertreibung und einer Geschichte, die in Sachen Logik bereits von der Grundidee an auf wackeligem Boden steht, wäre es auch etwas penetrant sich darüber aufzuregen. Man wollte flotte Unterhaltung bieten, mit dem Star aus „Malcom mittendrin“ schnell noch Zusatzkohle absahnen, solange der Bursche noch berühmt ist, und unter dieser Vorraussetzung kann man das fertige Werk durchaus als gelungen bezeichnen.

Alles was ein Bondfilm hat, hat auch der Cody Banks-Film. Codys sexy CIA-Betreuerin darf im Finale herumlaufen, als sei sie aus einem „Austin Powers“-Film entlaufen, der Bösewicht hat eine phantastische Superwaffe zum Erlangen der Weltherrschaft, Banks erobert das Herz seiner Angebeteten und erlebt jede Menge brave Action.

Neben der Liebeskomponente gibt es noch den anderen typischen Nebenerzählstrang, in dem Banks den Respekt und das Vertrauen seiner Betreuerin erobert. Zudem darf seine Tarnung der Familie gegenüber nicht auffliegen. Dabei hilft ihm die CIA, und der plötzlich so zuverlässige Sohn wird zum Stolz der Familie.

Diese drei angesprochenen Punkte sind in ähnlichen Jugendfilmen meist der Auslöser / die Ausrede, um nun ordentlich im Gefühlskitsch zu suhlen. Erstaunlicher Weise findet dies in „Agent Cody Banks“ nie statt, was um so mehr verwundert, da der Film ansonsten wirklich nur ein ganz typisches US-Familienfilmchen ist.

Die Agentenparodie ist kurzweiliger Spaß ohne Anspruch, dafür mit einigen Explosionen mehr. Ich hatte nach Sichtung von „Malcom mittendrin“ Frank Munitz zwar etwas mehr Talent zugetraut, aber es reicht um dieses Routineprodukt zu tragen. Ohnehin ist der fertige Film sehr kurzweilig, obwohl er das Genre in keinster Weise neu erfindet. Einbrüche im Unterhaltungswert gibt es nicht.

3 von 5 Punkten


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