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Final Destination 2 (2003)

Eine Kritik von ClarenceBoddicker
eingetragen am 16.03.2003, seitdem 314 Mal gelesen


Nun ja, nachdem ich den ersten Teil gesehen hatte, habe ich mit keiner Fortsetzung mehr gerechnet. Wieso auch? Wie könnte die Story weitergehen? Es sind doch alle bis auf eine Person gestorben?Die einzige Möglichkeit, eine Fortsetzung zu drehen, bestünde darin, die Story des ersten Teils 1:1 zu übernehmen und mit neuen, anderen und gutaussehenden Jungschauspielern zu bereichern. Nun denkt man sich noch ein paar aussergewöhnliche Arten zum Sterben aus, und dann stünde der Produktion auch nichts mehr im Wege:
So oder so ähnlich muss der Gedankengang der Produzenten gelautet haben, als sie für Fortsetzung Grünes Licht gaben.
Die Story ist eigentlich schnell erzählt:
Durch eine mysteriöse Vorhersehung entkommt Kimberley (so hiess die glaube ich) zusammen mit ihren Freunden dem Tod (siehe Flugzeugabsturz im ersten Teil). Das macht den Tod natürlich ziemlich sauer. Jetzt versucht er natürlich, dieses Fehler auszugleichen, indem er sich die dem-Tode-geweihten Personen doch noch holt. Aber natürlich erschwert der Lebenswille der anderen dieses Vorhaben. Storymäßig orientiert sich dieses Sequel zu 100 % am ersten Teil.

Aber dennoch war ich von diesem Film schwer begeistert. Der ziemlich unbekannte Regisseur schafft es bereits in den Anfangsminuten eine ziemliche beklemmende Spannung aufzubauen, wozu u.a. die tollen und manchmal auch ungewöhnlichen Kamerafahrten beitragen. Die Todesszenen sind unerwartet originell, auch im Gegensatz zum ersten Teil. Das beste an den Todesszenen ist aber nicht die Art und Weise, sondern das Eintreffen des Todes:
So lässt der Regisseur den Zuschauer in einer Szene sehr stark vermuten, wie die Person sterben wird, lässt diese Vermutungen verschwinden, indem die Person überlebt - dann fragen sich die Zuschauer natürlich, wann und wie er dann sterben wird, und genau zu diesem Zeitpunkt zeigt der Film seine besondere Stärke. In dem Augenblick, in dem die Zuschauer denken, er ist dem Tode entkommen, tritt dieser häufig durch eigentlich unnatürliche und unerwartete Dinge ein - z.B. spielen Spaghetti auf der Strasse eine grosse Rolle ;)
Der Film hat meines Erachtens nach genau die richtige Länge. Er wird niemals langweilig. Die Todesszenen sind allererste Sahne, genauso wie die dazugehörenden Gore-Effekte. FSK 16? Unverständlich! Nach Sleepy Hollow ( im Kino ab 12) eine der größten und unverständlichsten Fehlentscheidungen der FSK, die an dem Sinn dieser Institution zweifeln lässt.

Fazit: Spannend, originell; tolle Kamerafahrten, nett-anzusehende Splattereffekte und eine rasante Inszenierung machen den Film zu einer sehr guten Fortsetzung, die in mancher Hinsicht den ersten Teil übertrifft. Nur das äußerst dürftige Finale enttäuscht, daher gibts "nur" 9 von 10 Punkten


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