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Final Destination 2 (2003)
Eine Kritik von Gargoyle (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 01.07.2004, seitdem 326 Mal gelesen
Der Nachfolger zum 2000er Teenie-Horror-Film ist ein überraschend guter Film geworden, der den Vorgänger in mancherlei Hinsicht übertrifft.
Auch FD 2 geht von der absurden Prämisse der vorbestimmten Tode aus, die der Vorgänger eingeführt hatte. Glücklicherweise wurde das dort schon alles besprochen, sodass der Film ohne große Verzögerungen zu dem kommt, was den 1.Teil bereits auszeichnete: alltägliche Szenarien in Todeszonen zu verwandeln.
Vom Vorgänger ist nur die etwas lustlose Ali Larter wieder dabei, Hauptrolle Kimberly wird von A.J. Cook ansprechend gespielt. Von den weiteren Charakteren (die im wesentlichen nur dazu da sind, um zu sterben), ist Tony Todd zu erwähnen, der in B-Film-Kreisen bekannt ist.
Wie bereits gesagt, baut FD 2 auf dem Vorgänger auf, den man zum besseren Verständnis gesehen haben sollte. Erneut hat das Drehbuch (leider nicht mehr von Morgan &Wong) erschreckend gewöhnliche, vertraute Handlungsorte zu bieten, die für die Protagonisten zur Todesfalle werden können. Wieder spielt der Zufall die entscheidende Rolle, wenn Kurzschlüsse auftreten, Tassen umfallen, Leinen reißen. Wirkte bereits der Vorgänger in manchen Stellen maßlos übertrieben, so treibt man es hier auf die Spitze, bewegen sich doch diesmal mitunter auch Gegenstände wie von Geisterhand. Lässt man sich auf die Sache ein, wartet FD 2 mit seiner größten Stärke auf: den Tötungsszenen. Man merkt dem Film an, dass er weniger Wert auf den ausgefeilten Hintergrund der Figuren legt, sondern vielmehr darauf, sie möglichst originell umzubringen. Und das ist exzellent gelungen, dazu überwiegend deutlich blutiger als im ersten Teil. Ohne hier groß was verraten zu wollen, habe ich mich Tage nachdem ich den Film gesehen hatte, dabei erwischt, herunterhängende Stangen an Baustellen misstrauisch zu beäugen. Technisch und originell ausgeführt, sind die Tötungen das große Highlight des Films. Dass der Film dennoch nicht in Splatter ausartet, liegt daran, dass keine Gewalt oder jegliche Morde vorkommen, sondern nur Tode durch zufällige Dominoeffekte. So kann man auch die FSK 16 deuten, welche auf den ersten Blick äußerst großzügig erscheint. Diese Szenen sind es, die den Film vor dem Absturz ins Mittelmaß retten.
Final Destination 2 bietet für Slasher-Fans viel fürs Auge, und für alle anderen ein gepflegtes, halbwegs spannendes Wettrennen gegen den Tod. Dazu kommen attraktive Jungdarsteller und gute Tricks. Sicher kein Höhepunkt des Genres, doch ein solides Sequel, das man problemlos mehrere Male sehen kann.
7/10
PS: Solltet Ihr irgendwen davon abbringen wollen, seinen Führerschein zu machen, ist dieser Film dazu hervorragend geeignet!!!!
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