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Unsichtbare Dritte, Der (1959)
Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 16.07.2006, seitdem 445 Mal gelesen
Ein Klassiker!
Ein wenig überbewertet vielleicht, dennoch sicherlich ein Meilenstein der Filmgeschichte, den Hitchcock 1959 präsentierte. Es handelt sich um die Geschichte des Roger Thornhill (Cary Grant), ein Werbefachmann, der unter mysteriösen Umständen für jemanden gehalten wird, der er nicht ist. Der Ganove Vandamme hält ihn nämlich für einen Spion der Regierung, George Kaplan, weswegen er ihn nach verweigerter Zusammenarbeit zur Strecke bringen will. Schon hier möchte ich eine kleine Schwäche ansprechen: Hin und wieder erkannte ich Ungereimtheiten in der Story. Beispielsweise wird in keiner Weise klar, warum gerade Thornhill für den Spion gehalten wird. Weder passt er in dessen Kleider, noch wurde er in einem der Hotels gesehen. Eine weitere für mich unerklärliche Ungereimtheit ist für mich, warum die Bösen ihn immer noch für den Spion halten, als er sich mit dem potentiellen Spion in der Wüste treffen will. Außerdem, und das soll die letzte Anspielung sein, glaube ich nicht, dass es einen Menschen gibt, der versteht, warum man versucht, ihn mit einem Flugzeug (!!!) in der Wüste zur Strecke zu bringen, statt ihm einfach eine Kugel in’s Hirn zu jagen. Aber zurück zur Story: Thornhill ist also bald auf Flucht, nicht nur vor den Gangstern, sondern auch vor der Polizei, weil die ihn auf Grund einiger Vorkommnisse für einen Trunkenbold und Mörder halten. Gleichzeitig verliebt er sich in die gar liebliche Eve (Eva Marie Saint) und so kann auch eine kleine Liebesgeschichte zelebriert werden. Auffällig fand ich hierbei, wieviel Zeit in die Episode des Films investiert wurde, in der sich Eve und Roger das erste Mal im Zug begegnen. Noch nie habe ich in einem alten Film übrigens eine derartige "Geilheit" erlebt wie hier. Dialoge wie "Was gefällt dir an mir?" "Soll ich hochkommen und es dir zeigen?" (Als Roger im Hochbett liegt) haben in mir dunkle Erinnerungen an ein anderes, nicht in der ofdb vorhandenes, Filmgenre hervorkommen lassen. Das soll aber kein Kritikpunkt sein. Ich fand es durchaus amüsant.Einzigartig ist an diesem Film sicherlich, dass er eine richtige Fülle an Szenen beinhaltet, die in die Geschichte eingegangen sind und die unvergessen bleiben werden. Man denke nur an das Finale auf dem Mount Rushmore, die Auktionsszene, die betrunkene Mordversuchszene, den Flugzeugangriff und und und. Die Szenen stehen aber nicht für sich, sondern werden zu einem fantastischen Mix verarbeitet, der den Zuschauer über zwei Stunden fesseln kann. Tatsächlich habe ich selten mehr Spannung in einem Film empfunden als in diesem Film. Wegweisend war dieser Film also sicherlich, nicht nur auf Grund der Spannung.Hinzu kommt, dass der Film trotz seiner Dramatik und Spannung eine gewisse Leichtigkeit besitzt, da nicht auf Humor verzichtet wurde. Wobei ich zugeben muss, dass mich nach etwa 90 Minuten langsam genervt hat, dass Thornhill anscheinend keine Angst empfindet und auf jede noch so dramatische Szene mit einem lockeren Spruch reagiert. Seine Eltern scheinen auch vergessen zu haben, ihm zu erklären, dass es möglich ist, normale Sätze von sich zu geben. Es ist nicht notwendig, in jedem Satz Sarkasmus oder Ironie unterzubringen. Trotz dieses Makels ist Thornhill lebensfähig und wurde vielleicht gerade durch die Unfähigkeit zur Durchschnittskonversation zu einer Kultfigur. Fazit:Ein Meisterwerk des Alfred Hitchcock, das wegweisend und einzigartig ist. Lediglich Logikschwächen würden in mir Dissonanz auslösen, wenn ich ihm eine bessere Bewertung als eine "8" gäbe. Also 8 Punkte. Ein Film, den jeder Filmfan gesehen haben sollte. Übrigens drehte Hitchcock sogar heimlich im Uno-Gebäude in New York, weil er hierfür keine Erlaubnis erhalten hatte. Aber das wisst ihr bestimmt schon alle. EuerDon
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