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Unsichtbare Dritte, Der (1959)
Eine Kritik von John T. Chance (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 24.06.2003, seitdem 740 Mal gelesen
Zum ersten Mal sah ich diesen Film im Deutschunterricht der 8. oder 9. Klasse. Unser Lehrer wollte filmische Stilmittel an Hitchcock‘s Meisterwerk veranschaulichen.
Der Werbefachmann Roger Thornhill will eigentlich nur mit Geschäftsleuten zu Mittag essen, da wird er durch eine blöde Verwechslung zum Entführungsopfer. Man hält ihn für einen gewissen George Kaplan und da er aus verständlichen Gründen nicht kooperieren kann, will man ihn beseitigen. Das klappt jedoch nicht und Thornhill gelingt die Flucht. Die Polizei glaubt ihm kein Wort und so muß Thornhill von nun an ganz allein herausfinden, was es mit Kaplan auf sich hat. Dass er bei dieser Odyssee selbst unter Mordverdacht gerät, erleichtert seine Lage nicht gerade. Und was für eine Rolle spielt die hübsche Eve Kendall...
Was der Meister des Suspense hier zeigt, ist sein wohl komplettester Film. Nicht ganz die düstere Spannung aus „Psycho“, nicht ganz die klaustrophobische Bedrohung aus „Das Fenster zum Hof“, aber hier stimmt einfach die Mischung! Spektakuläre Szenen (an dieser Stelle sei, wie so oft, auf den klassischen, brillant inszenierten Flugzeugangriff hingewiesen), ein grosses Maß an humorvollen Sequenzen, ein guter Schuß Romantik und ein hohes Tempo sorgen für einen der besten Krimis aller Zeiten!
Da sei auch verziehen, dass der kleine Junge sich schon vor dem ersten Schuß im Restaurant kurz vor dem Showdown die Ohren zuhält!
10/10 für Hitchcock’s kurzweiligsten Film!
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