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Irgendwann in Mexico (2003)
Eine Kritik von Bjerkelej (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 30.07.2007, seitdem 236 Mal gelesen
Herrschaften,
sinn und handlungfreies Draufhauen kommt nie gut an, zumindest nicht beim mehr oder weniger anspruchsvollen Publikum und erst recht nicht bei Filmen die irgendwie anders anmuten. Andererseits lässt sich ja über Geschmack nicht streiten, was ich jetzt aber trotzdem tun werde.
In "Irgendwann in Mexiko" fragt man sich die ganze Zeit " Verdammte Scheiße, worum geht es hier eigentlich?". Dies lässt sich sicherlich nicht all zu leicht beantworten. Ein fiktiver Putsch irgendwo in Mexiko, verschiedene Parteien vefolgen verschiedene Ziele und zum Schluss, wenn man von einfachen und vollkommen herausgerissen, übertrieben sentimentalen Rückblicken absieht, sind fast alle einfach tot. Also bitte!!!
So vieles wird angeleiert ohne auch nur den Hauch eines selbst sinnfernen Erklärungsversuches abzuliefern. Der skrupellose und etwas homosexuell anmutende Oberkuschelpate eines mexikanischen Abklatsches von dem was wir unter dem Mafiaklischee verstehen, beispielsweise, lässt sich sein Gesicht chirurgisch verändern, ohne dass was pasiert ist und man den Eindruck hat, er müsse es, da sein Plan doch eh die Ermordnung des Präsidenten ist, also wie oder was.....?. Solte das irgendwann irgendjemand mal plausibel verstanden haben und erklären können, möge er sich bei mir melden. Lustigerweise wirkt dieser Film trotz seiner nicht vorhandenen Handlung irgendwie stimmig. Auch wenn man auf Julio Iglesias Sprössling gut verzichten könnte, habe ich mich während des gesammten Films nicht gelangweilt. Vermutlich liegt das an den wirklich netten Bildern und den absurden physikalischen Gegenbenheiten die das Rodriguezuniversum eröffnet. Ebenso schwierig lässt sich die Umsetzung, der wirklich gut besetzten Charaktere kritisieren. Wo keine Handlung da keine Figuren und ohne die wiederum keine Handlung und keine Kritik, oder anders gesagt: "Wo kein Korn, da kein Brot" ( Dank an den guten Dürrenmatt). Alles sehr verwirrend, aber wenig tiefgründig. Für mich mutet dieser Film eher wie ein Biuld an, das irgendetwas zeigt, was aber von niemandem wirklich verstanden wird, da es eine solche, das Bild erklärende Epoche noch gar nicht existiert hat, falls es überhaupt etwas zu verstehen gibt. Genau hier ergibt sich das Problem. Wir bewerten keine Bilder sondern Filme. Diese wiederum, wenn man von gewissen Kunstprojekten absieht, brauchen irgendetwas, das man Handlung nennt, oder irgendeine andere Form der Dramaturgie, aber Fehlanzeige So unterhaltsam dieser Film auch sein mag, so wenig kann er mit einer eigenen Ästhetik aufwarten, die eine gute Bewertung oder eine besondere Erwähnung rechtfertigen. Die einzigfen Dinge die für ihn sprechen sind die Stimmung die er verkörpert, der angemessene Schnitt und die wirklich amüsanten Lächerlichkeiten an manchen Stellen. Mehr kann man, ohne betrunken zu sein, leider nicht hinzufügen... eigentlich schade..., denn das EInzige was sich im Nachhinein über diesen Film sagen lässt, ist: "Jaja,.. hab ich gesehen...."
5/10
gute Nacht die Damen
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