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Irgendwann in Mexico (2003)

Eine Kritik von Al Gore (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 26.10.2003, seitdem 2895 Mal gelesen


Der Film war für mich eine einzige Enttäuschung, ich war schon lange nicht mehr so enttäuscht, nachdem ich im Kino gewesen bin. "El Mariachi" war ein kleines filmisches Kunstwerk (das Making of ist auch noch mal ein Knüller), Desperado war mit Tarantinos Hilfe und Unterstützung einfach cool und stilisch (Rodriguez hat wohl an "Kill Bill" nicht mitgewirkt, weshalb ihm extra im Abspann gedankt wird!!!), aber "Irgendwann in Mexiko" war keine Fortsetzung, es war kein billiger Abklatsch (auch wenn er billig wirkt), er war einfach NICHTS. Die Story war unterirdisch (welche Story!!!), die Leistung der Schauspieler hat sich der Qualität des Skripts angepasst, es hat einfach nichts zusammengepasst. Alle haben ihren Part lustlos heruntergespielt.

Zwei Tage nach "Irgendwann in Mexiko" habe ich "Fluch der Karibik" gesehen, der ist von einem anderen Kaliber, man merkt da den Schauspielern an, dass es ihnen Spaß macht, in dem Film mitzuspielen. Daher der Verweis auf "Fluch der Karibik": Spielfreude und originelle Figurenzeichnung hier, lustloses und lächerliches Rumgenudel dort. Welchen Zweck überhaupt hat die Figur des CIA-Agenten, den Depp darstellt. Der hat ein Lieblingsessen und wenn es ihm besonders schmeckt, erschießt er dafür den Koch!!! Hab ich das richtig mitbekommen? War wohl der besondere Witz des Script-Verfassers!
Banderas findet quasi nicht statt, der spielt zwar den Mariachi, aber wie?! Echt scheiße, anders kann man das nicht nennen. In "Desperado" war das cool, eiskalt, aber hier? Todlangweilig, wie eine Schlaftablette, so wie Salma Hayek. Auch Mickey Rourke, schmierig und gelackt, aber nicht mehr. Willem Dafoe als Drogenbaron (total originell, gab es ja noch nie als Bösewicht in Mexiko!!!).
UND!!!!! Was hat dieser "Latino für Arme" Enrique Iglesias" in einem "Hollywood"-Film zu suchen. Frauen in den Film locken (und dann dort zu verstören?!). Echt, nichts passt, auch nicht die Musik.
Was ist Rodriguez da nur widerfahren. Warum muss er auf diese Weise sein eigenes Werk derart ruinieren. Er kann es doch! Oder nicht? War es der Hype um "Desperado"? "From Dusk Till Dawn" hat ja Tarantino geschrieben! Gut, ich mag nicht die Talente von Rodriguez anzweifeln, das steht mir nun wirklich nicht zu, aber "Irgendwann in Mexiko" ist nicht mehr als ein billiger (so sieht er jedenfalls aus, mieseste Kameraarbeit) Gewaltstreifen, in dem halt ein paar Stars und "ALT-Stars" (wenn Rourke je einer war, der stinkt fast bis ins Kino nach Kippen) vorbeischauen (mitspielen kann man nicht sagen).

1/10, weil es 0/10 noch nicht gibt, wirklich keinem zu empfehlen. EINE EINZIGE ENTTÄUSCHUNG, v.a. für Fans von früheren Filmen von Rodriguez.


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