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Cyborg (1989)

Eine Kritik von Check Balance (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 09.11.2007, seitdem 327 Mal gelesen


Cyborg ist ein durchweg gelungener Vertreter der Kategorie Endzeit-Action-Gekloppe und bis auf ein Paar schlampige Schnitte solide vom Hawaiianer und B-C-Filmexperten Albert Pyun flott und krachig abgekurbelt. Ein recht junger Van Damme am Anfang seiner zeitweise annehmbar erfolgreichen Karriere spielt die Hauptrolle im post-apokalyptischen Alptraum:
Der Cyborg Perl wird auf eine Mission zur Rettung der  Menschheit vor einer tödlichen Seuche nach Atlanta geschickt, wo Wissenschaftler mit Ihrer Information ein Heilmittel erforschen wollen. Jedoch wird Sie mit Ihrem Begleiter und Bodyguard von Fender, Anführer einer barbarischen Bande von Piraten auf dem Weg abgefangen und in deren Gewalt gebracht. Fender will das Heilmittel für sich, er kennt keine Gnade oder Moral und metzelt sich unaufhaltsam Richtung Atlanta.
Unaufhaltsam?  Nicht ganz, denn  der  "Slinger"  und Einzelgänger Gibson Rickenbacker (Jean-Claude) mit einer Kampfgefährtin im Schlepptau stellt Fender nach, nicht nur zum Wohle der letzten übriggebliebenen Menschen, sondern auch zur Begleichung einer persönlichen Rechnung...
Der Plot ist plump, stört aber nicht, denn die Atmosphäre auf der zerklüfteten Erdoberfläche, mit den seuchengezeichneten Opfern und den herumstreunenden Piraten, die erbarmungslos Alles plattmachen was Ihnen in die Quere kommt, ist überzeugend und einfallsreich realisiert. Die Fights werden teils blutig und regelmäßig brutal ausgefochten, gerne in Zeitlupe und unter Einsatz von Waffen wie Messern oder Nailguns und martial-arts-mäßigem kompromisslosem Gekicke. Langweilig wird´s praktisch fast nie und steuert auf einen heftigen Showdown hin. Besonders erwähnenswert hierbei ist Darsteller Vincent Klyn als Fender, der so abartig brutal und schier unbezwingbar rüberkommt, dass Van Damme tief in die Knüppelkiste greifen muß, um angemessenes Paroli zu bieten. Auch am Start der Deutsche, mittlerweile bekanntere Ralf Moeller, mit alberner Perücke und herunterhängenden Mundwinkeln in einer Nebenrolle...
Und nachdem auch der begleitende Score prima zum Geschehen paßt, gibt es auf Grund der anfangs angesprochenen Schnittdefizite 9 von 10 Hieben...


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