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Halloween H20 (1998)

Eine Kritik von deadlyfriend
eingetragen am 17.03.2008, seitdem 141 Mal gelesen


Laurie Strode wacht immer noch von Alpträumen geplagt schreiend auf. Auch 20 Jahre nach den Ereignissen der Halloween Nacht im Jahre 1978 hat sie das Erlebte nicht überwunden. Michael Myers ist für sie noch immer allgegenwärtig, was das Zusammenleben mit ihrem Sohn beeinträchtigt. Der zwanzigste Jahrestag nähert sich. Aber nicht nur der, ihr Bruder befindet sich auch schon auf dem Weg.

Steve Miner, der mit der Freitag der 13.te Reihe Slasher-Erfahrung sammelte, ignorierte die Teile 4-6 und setzte diesen direkt als Nachfolger von Teil 2 an. Somit kann man die Reihe auf zwei verschiedenen Wegen verfolgen. Beide Wege sind gut!
Natürlich ist es auf den ersten Blick ein Slasher, aber er ist einer der besseren Sorte. Die Protagonisten interessieren den Regisseur und somit spielt Jamie Lee Curtis die psychisch angeschlagene aber dennoch starke Frau mit Bravour. So hat sie auch die zwei besten Szenen des Films. Die erste Begegnung mit Michael ist einfach nur grandios. Wenn sich beide zum ersten mal nach 20 Jahren Auge in Auge gegenüber stehen, ist die Spannung zum Bersten gefüllt. Ohne Worte, nur mit Blicken. Zudem ist es absolut fantastisch wenn sie sich ihrer Angst stellt und mit einer Axt bewaffnet laut "Michael" schreiend auf dem Hof steht und zum Gegenschlag rüstet.
Als Halloween Fan ist H20 eine einzige Freude und ein verdienter Abschluss der Saga wenn man nicht diesen fürchterlichen "Resurrection" abgeliefert hätte, den ich persönlich aber ignoriere. Der Bodycount und auch der Blutgehalt hält sich in Grenzen, eben so wie man es auch vom Original her kennt. Dafür gibt es aber Platz um die Darsteller gebührend einzuführen. Meines Erachtens der bessere Weg um einen spannenden Film zu schaffen. Das berühmte Halloween-Theme kommt auch hier nicht zu kurz. Diesmal ist es aber weniger kalt und elektronisch sondern eher klassisch umgesetzt. Die Einsätze sind aber sehr gut gewählt und immer an der richtigen Stelle. Mit dem Score hatte man aber noch eine weitere gute Idee. Beim Gastauftritt von Janet Leigh spielte man doch glatt einen Auszug des Psycho Soundtracks
Wer auf solche Feinheiten achtet, konnte nur zu einem guten Ergebnis kommen. H20 ist nämlich eine absolute Bereicherung der Reihe.


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