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Halloween H20 (1998)

Eine Kritik von He-Man (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 25.10.2003, seitdem 183 Mal gelesen


Die nunmehr sechste Fortsetzung des von Regiegott John Carpenter geschaffenen Meisterwerks "Halloween" gehört eindeutig zu den besseren Beiträgen der Reihe.

Dies hat mehrere Gründe: Zum einen konnte es nach den unsäglichen Teilen 5 und 6 kaum noch schlimmer werden, zum anderen waren nun wieder Jamie Lee Curtis und ein mit Steve Miner (Freitag der 13. 2 und 3) relativ begabter Genre-Regisseur am Werk.
Der Film stand auch deutlich mehr in der Öffentlichkeit als die Vorgänger, hoffte man doch von Produktionsseite aus, auf der "Scream" Erfolgswelle mitschwimmen zu können.

"Halloween-H20" zeigt sich relativ unblutig. Er beginnt am Tag und spitzt sich (sehr langsam) gegen Abend (und Dunkelheit) immer mehr zu; dies sind durchaus beabsichtigte Parallelen zum Original. Und was soll man sagen: es funktioniert auf diese Weise relativ gut.

Durchaus glaubwürdig ist die Zeichnung des Jamie Lee Curtis - Charakters, der gebrochen, alkohol- und tablettenabhängig ist. Sie hat die Ereignisse dieser Nacht, vor 20 Jahren, als Babysitter, nie wirklich überwunden. Sie lebt unter falschem Namen als Leiterin einer Privatschule und hat die üblichen Probleme mit ihrem pubertären Sohn, der sie (u.a. wegen ihrer "Michael Myers Angst") nicht respektiert ("Ich kann so nicht weitermachen. Michael Myers ist tot, Mom.").

Schade finde ich, dass Donald Pleasence, der leider kurz nach dem sechsten Teil verstarb, hier nun erstmals nicht als Dr. Loomis mitwirken kann. Auch ist der Film etwas kurz geraten. Michael Myers tritt bis zum Finale, das auf dem Gelände der Schule stattfindet, kaum in Erscheinung, Spannung will sich nicht so recht aufbauen. Nichtsdestotrotz halte ich den Film für gelungen und das Ende entschädigt für einiges - was die Macher nicht davon abhielt "Halloween 8" zu drehen.

Fazit: Generell empfehle ich bei jedem Film ihn sich selbst anzusehen, aber wer nur halbwegs was mit dem Maskenkiller anfangen kann, wird, gerade angesichts der bisher schwachen Fortsetzungen, nicht enttäuscht sein.

Nachtrag: Gerade habe ich in der US-Zeitschrift "Fangoria" gelesen, dass ursprünglich John Carpenter als Regisseur angedacht war, dies aber anhand zu hoher Geldforderungen seitens Carpenters bzw. anderweitiger Verpflichtungen des "Halloween" Machers scheiterte. Tja, schade. Was hätte wohl aus diesem Film werden können...


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