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Sartana - Töten war sein täglich Brot (1969)

Eine Kritik von Johnny Boy (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 21.03.2010, seitdem 204 Mal gelesen


Sartana steckt in großen Schwierigkeiten. Jemand hat als Sartana verkleidet eine Bank um 300.000$ erleichtert und nun sind alle Kopfgeldjäger der Umgebung hinter dem Gentleman-Schützen her.
Sartana macht sich auf die Suche nach den wahren Tätern.
Halleluja, hier haben wir einen waschechten Sartana Film, erstmals mit Anthony Ascott auf dem Regiestuhl, der ja noch weitere Sartana Knaller drehte.
Der Streifen legt auch gleich ganz groß los und zeigt den exzellent inszenierten Überfall auf die North Western Bank. Top gefilmt! Überhaupt wurden hier unheimlich viele Kameraspielereien eingebaut. Absichtlich werden durch Perspektiven falsche Eindrücke auf den Zuschauer losgelassen, um in ihrer Auflösung zu überraschen. Die Kamera, die die zu Boden gehenden Erschossenen verfolgt, ist auch eine nette Idee. Auf diesem Gebiet punktet der Film auf hohem Niveau. Die Musik ist eingängig und hat ein Hauptthema mit sehr gutem Wiedererkennungseffekt. Nichts zu beanstanden.
Die Darsteller sind alle überaus spielfreudig und passen alle wunderbar in ihre Rolle. Garko hat Sartana sowieso schon verinnerlicht und es wird ein großes Aufgebot an bekannten Genregrößen aufgefahren (Frank Wolff, Klaus Kinski, Gordon Mitchell, etc.)
Die Story vollzieht viele Wendungen und der Zuschauer tappt angesichts der wahren Bankräuber bis zum Schluss im Dunkeln. Da alle deutschen Versionen an Handlung gekürzt wurden, ist es ab und an schwer, diversen Handlungssprüngen zu folgen (auch angesichts der Masse an Orten und Personen). Alls in allem sehr schön verschachtelt und keine lieblose 08/15 Handlung, die man schon dutzendfach gesehen hat.
Dazu ist immer wieder schwarzer Humor und eine gehörige Portion Ironie eingestreut, die in den Folge-Sartanas so typisch waren und einen Teil des Reizes an dieser Serie/Figur ausmachten.
Der Bodycount ist ungeahnt hoch und der Zähler schnellt schon zu Beginn in die Höhe. Dazu gibt es noch gegen Ende eine Massenschiesserei und Sartana an den Wurfmessern in der abgedunkelten Kirche. Zusätzlich sind superbe Kartentricks des Helden eingebaut und der gute Klaus Kinski muss mal nicht den psychopathischen Durchgeknallten spielen. Wie immer kommt Sartana nie wirklich in Bedrängnis, durchschaut jede Falle und hat das Geschehen bis zum Schluss in der Hand...
Sartana Fans und Freunde des Italowesterns haben hier einen würdigen Genrevertreter, der aus der Masse an heruntergekurbelten Beiträgen heraussticht. Auf jeden Fall anschauen!


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