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Nackt und zerfleischt (1980)
Eine Kritik von marcello (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 24.03.2002, seitdem 715 Mal gelesen
Ein kleines Reporterteam, bestehend aus drei Männern und einer Frau, macht sich im Matto Grosso auf, die letzten Kannibalen zu finden und zu filmen. Als sie sich nicht mehr melden, gelten sie als verschollen und ein zweites Rettungsteam wird hinterhergeschickt. Sie finden tatsächlich die Eingeborenen und die Ueberreste des ersten Teams. Finden tun sie auch ein paar Filmrollen die das Reporterteam gedreht hat. Zurück in New York wird das Filmmaterial gesichtet, was dabei zum Vorschein kommt, lässt allen Beteiligten die Haare zu Berge stehen, das pure Grauen wird ihnen präsentiert.
Dieser vieldiskutierte Film von Ruggero Deodato ist tatsächlich etwas vom Härteren ( ohne Asia-Filme ) was man sich anschauen kann. Natürlich will auch dieser Kannibalenfilm provozieren, und das macht er ohne Zweifel. Die Effekte sind krass und gut gemacht und tun genau das was sie sollen, sie schockieren. Nun ist aber "Cannibal Holocaust" nicht unbedingt der blutigste Kannibalenfilm, Ferox ist da eher schlimmer, nein es ist dieser pseudodokumentarische Stil der dem Ganzen noch einen draufsetzt. Der Film ist professionell realisiert worden, die Schauspieler lösen ihre Aufgabe nicht schlecht. Was wieder einmal ganz klar verurteilt werden muss, sind die anscheinend bei italienischen Kannibalenfilmen zur Grundausstattung gehörenden Tiersnuff-Szenen. Für die Szene mit der Schildkröte sollte man Deodato an die Wand nageln!
Fazit: Harter Kannibalenschocker, der seinen berühmt-berüchtigten Ruf nicht ganz zu Unrecht geniesst, wobei angemerkt werden muss, das es für die ganz harten Bluthunde schon noch ein paar grössere Herausforderungen in sachen ultrabrutale Filme gibt.
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