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Beyond the Limits (2002)

Eine Kritik von Funeralthirst (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 15.02.2009, seitdem 363 Mal gelesen


Eine Reporterin interviewt einen Totengräber über einen bekannten Mafiosi, der hier begraben sein soll und in einem Massaker verwickelt war, in dem es um den Kampf einer uralten Reliquie handelte. Dabei erzählt uns der Totengräber zwei zusammenhängende Geschichten über zwei grundlegend verschiedene Zeitalter. Das tiefdüstere Mittelalter, in dem dieser Apltraum seinen Anfang find und die direkte Gegenwart.

Ich war ja eigentlich noch nie ein wirklich grosser Fan von dem altberühmten Splatterpapst Ittenbach aus deutschen Landen. Seine amateurhaften Anfangstage hatten da teilweise einen gewissen Reiz, vorallem Premutos, ist als Splatterkomödie unumgänglich. Ittenbach ist ein Garant für einfältige und ekelerrenge Splatterorgien ohne Sinn und Verstand und, frei von jeder Anpassungsfähigkeit behält er dies auch bei seinen neueren Produktion bei. Mit reichlich mehr Budget, bekannteren und talentierteren Darstellern und einfach mit immensen Möglichkeiten, sollte man einfach einen Ittenbach erwarten, der aus seinen Splatterprolltagen herausgewachsen ist und auch eine Story schreiben kann, die nicht auf selbstzweckhaften Szenen aufgebaut sind. Doch dem ist leider nicht so, Ittenbach präsentiert uns hier eine total hanebüchene Story, die sich ultraernst nimmt und sich die Darsteller so unendlich böse ernst nehmen, dass es bloss noch ins Lächerliche abdriftet. Die erste Mafiageschichte ist da der Gipfel jedweder Erwartung. Da versucht man sich in verstrickten, auf tiefgründig gemachten Erzählweisen a la Tarantino, dabei verkörpern die ultrathoughen Mafiadeppen, im wahren Leben wohl abgefu***te Dummdeutsche Pantoffelhelden, ihre eigene Blödheit und ereifern sich dabei in vollkommen überzeichneten und vorallem auf vollkommen cool getrimmten Charakteren, denen man eigentlich bloss den Tod wünscht. Das wirkt dabei alles so lächerlich, dass aufgrund der übertriebenen Darstellung, kein Fünkchen Dramatik überschwappen kann. Sowas passiert, wenn man aus dem Amateurgefilde rauswächst und sich plötzlich als deutscher Tarantino fühlt. Und Ittenbach war noch nie ein Typ für ernsthafte Storyelemente, da sollte man auch dann nicht erwägen vollkommen uninspierten Gangsterscheiss auf den geneigten Zuschauer loslassen zu wollen. Doch was solls. Übersteht man die total symphatischen und immer noch vollkommen talentlosen Darsteller, bewundern wir eben Gore. Klar, bei Ittenbach ist das immer Holla die Waldfeemäßig übertriebener Shit, bei dem jeder Gorehound Bausteine glotzt, aber im Kontext gesehen, ist das dann doch bloss wieder nur das notwendige Übel, dass in diesem Fall einfach bloss unbeholfen, deplatziert und vorallem ekelerregend selbstzweckhaft wirkt. Anderst ergeht es auch nicht der zweiten Episode, die sich im späten Mittelalter ansiedelt. Die Darsteller sind ähnlich beschissen unsymphatisch, die Location aber in diesem Fall wirklich überzeugend. Dem hohen Budget sei dank, dass wenigstens dass eine gewisse Authenzität vorweisen kann. Und dennoch bewegen wir uns wieder auf storyarmen Gebiet, die hanebüchene und vollkommen uninteressante Geschichte um das wertvolle Reliquie wird da nebensächlich, wenn man Kindern den Kopf spaltet und Folterszenen einbaut. Mal wieder hier einfältiger Gore en masse, in einem Film der sich todernst holt und ekelhafter nicht sein kann. Ich mag Splatter, ich mag sogar stellenweise selbstzweckhafte Gewalt, aber bitte nicht in einem einfältigen, auf cool und professionell getrimmten Scheisswerk, dass sich todernst nimmt und jegliche Atmosphäre wie Spannung vermissen lässt.

Fazit:
Vollkommen überheblicher Streifen Ittenbachs mit massig Gore, aber null Story. Einfältig, ekelhaft und ultrablutig. Ittenbach macht vor gar nichts halt und bemerkt dabei nicht einmal wie amateurhaft er dabei immer noch wirkt. Für Gorehounds ohne Hirn wie immer das Non plus Ultra. Für Menschen mit ein wenig Anspruch ist das hier bloss ekelerregende filmgewordender Schwachsinn, der seine platte Story durch pseudokünstlerische Dramatik zu übertünchen versucht.

4/10


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