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Beyond the Limits (2002)

Eine Kritik von s. lasher (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 21.04.2009, seitdem 197 Mal gelesen


Bei diesem Kunstwerk handelt es sich definitiv um die beste Produktion (bis dato) von Olaf Ittenbach. Selbstverständlich gibt es wieder viele religiöse
Aspekte, alte Gebäude und dämonische Kräfte, die die Story ins rollen bringen. Hier läuft die Haupthandlung über eine Mafia, die sich seit Jahren darum bemüht, ein altes Artefakt zu bekommen, welches sie mit äußerster Brutalität (ja, wer Ittenbach kennt weiß, was man erwarten darf) durchsetzt. Schon im Mittelalter war dieses Relikt für verschiedene religiösen Prediger wichtig und wurde z.B. bei Inquisitionen eingesetzt. Wie diese filmisch dargestellt werden, errät wiedermal nur der eingefleischte Ittenbach-Fan.

Ittenbachs Idee, den Handlungsstrang seines Films über eine Gangstergeschichte abzuhandeln, scheint nach Legion of the Dead nicht so abwegig, handelt es sich doch auch dort um kleine Gauner, jedoch hat der Film eher den Charakter eines Roadmovies. Beyond the Limits dagegen greift wieder vielmehr das aus Ittenbachs älteren Werken bekannte Okkulte und Dämonische auf, verstrickt in einen Mafia-Epos.

Es scheint Ittenbach sehr gut getan zu haben, dass er nach Amerika gegangen ist um dort zu produzieren, denn vergleicht man seine ersten,
frühen Werke mit denen, die nun über den Ozean schwappen (schwappTen!!!), stehen sich Welten gegenüber. Zwar sind seine Werke immer noch von einem leichten Amateurstil geprägt, was in einzelnen Sets oder Masken zu erkennen ist, wirken jetzt jedoch schon richtig hochwertig. Insbesondere durch das Ausbleiben von absoluten Laiendarstellern (Ittenbachs Freunde und Verwandte) bekommen seine Filme wesentlich mehr Aussagekraft.

Trotzdem sollte erwähnt werden, dass es sich nach wie vor um einen
"Ittenbach" handelt, also definitv kein Film fürs breite Publikum. Insbesondere Menschen, die keinen Hang zur Darstellung von (sinnloser, grausamer und ungerechter) Brutalität haben, sollten diesen Film besser stehen lassen! Hier wird gemordet und gefoltert, wo es grad passt! Mitgefühl ist nicht zu erwarten, Rücksichtnahme auf charakterstarke oder sympathietragende Rollen wird man hier auch nicht finden!
Schade, schade, schade, dass Ittenbach das Filmedrehen aufgegeben hat!!!

Ich gebe diesem Film 8/10, nicht nur, weil ich ein Fan von Ittenbachs Werken bin, sondern auch, weil dieser Film richtig gut ist! Die Story passt, ist kompakt und schön inszeniert, die Schauspiler spielen gut und die Effekte stammen vom deutschen Meister! Ein toller Film!


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