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Kopf über Wasser (1996)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 03.08.2011, seitdem 171 Mal gelesen


Richter George und seine schöne junge Frau genießen ihr Leben auf einer einsamen Insel. Doch mit der Ruhe ist es schlagartig vorbei, als George beim Fischen ist und unvermittelt Nathalies Ex-Lover Kent auftaucht - und am nächsten Morgen tot in ihrem Bett liegt. Verzweifelt versucht Nathalie, die Leiche vor der Rückkehr ihres Mannes verschwinden zu lassen. Doch schließlich wird der Tote doch entdeckt. Dies ist er der Beginn einer bösen Story.

Ja, wenn der Ex-Gspusi tot im Ehebett liegt gerät so manche brave Ehefrau in Erklärungsnostände, so auch bei Kopf über Wasser, das ausnahmsweise sogar mal ein gelungener Vertreter der grassierenden Remakewelle repräsentiert. Die Grundsituation ist eigentlich schon ziemlich aberwitzig, die zwei Leuten unverschuldet eine Leiche in den Schoß fallen läßt, aber die Situation so dermaßen überspitz, das die beiden sich mehr und mehr gezwungen sehen den Körper heimlich still und leise zu entsorgen anstatt ihn im Fundbüro oder der Polizei vorbei zu bringen.
Was sich da zunächst noch nette kleine schwarhumorige Komödie spielt, entwickelt sich aber durch den unglücklichen Genickbruch immer mehr zu einem kleinen bis mitlleren Rosenkrieg, denn der Film streut immer mal wieder kleine gemeine Hinweise und Andeutungen ein, die der Geschichte immer wieder eine neue Wendung zu geben droht. So findet des Ex-Lovers Postkarte plötzlich beim Jugendfreund wieder und auch die Eheleute geraten sich mehr und mehr in die Haare und mit jedem Jota Vertrauensverlust, dreht sich Kopf über Wasser mehr und mehr in Richtung Thriller a la Rosenkrieg, um dann am Schluß die Anzahl von Nathalies Exfreunden, Jugendspielgefaährten und Ehemännern akuter Todesfälle wegen auf null zu reduzieren. Statistisch gesehen überleben daher nur 40% aller beteiligten Schauspieler, sowas schafft sonst nicht mal Jason Vorhees.
Erfreulich allerdings das alle Rollen top besetzt werden konnten und alle Beteiligten durch die Bank weg gute Leistungen abrufen, so entwickelt sich besonders in der Anfangsphase eine sehr spaßige Angelegenheit mit unterhaltsam gescripteter Situationskomik. Den Stil hätten die Macher gerne durchziehen können, denn Richtung Ende überwiegt doch deutlich die Thrillerkomponente. Dennoch absolut gelungener Thrillerspaß.
7/10


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