Eine Kritik von Lord Bangs (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 06.05.2002, seitdem 814 Mal gelesen
“Beverly Hills, 90210“ trifft auf “From Beyond“: Die Schönen und Reichen von Kalifornien saugen und schlürfen sich hier stellvertretend für die Schönen und Reichen (sprich: Mächtigen) unseres Planeten durch die Arbeiterklasse.
Brian Yuzna, der Mann, der Stuart Gordon die Möglichkeit gab, seine beiden Lovecraft-Verfilmungen auf die Leinwand zu bringen, versuchte in seinem Erstlingswerk als Regisseur Sozialkritik und glitschig-surrealistischen Horror unter einen Hut zu bringen. Das gelang nur stellenweise.
Zu teeniehaft ist die erste Hälfte des Films, zu dominant sind die (zugegeben) starken Effekte gegen Schluss (die Stülpszene ist etwas vom Krudesten überhaupt, auch wenn sie nicht an einem “Menschen“ durchgeführt wird). Yuzna liebt schwarzen Humor, und der Film ist voll davon. Aber trotzdem hätte er sich entscheiden sollen, ob er jetzt etwas für die Gorehounds oder die Zyniker machen wollte. Denn eine deftige Sozialsatire funktioniert viel besser ohne Blut und Schleim, und Splatterszenen stehen nur für sich selbst. Kommt dazu, dass die Kritik am System nur der Aufhänger für die abartigen Masken und FX ist.
Trotzdem: “Dark Society“ muss man als Splatterfreak und Liebhaber von schräg-derben Filmen gesehen haben. Vor allem der Begriff “Arschgesicht“ bekommt hier seine visuelle Umsetzung.
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