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Sometimes Happy, Sometimes Sad (2001)
Eine Kritik von Der Ewige Lawrence (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 19.03.2007, seitdem 337 Mal gelesen
Der perfekte Einstieg ins Bollywoodgeschehen ist dieser Film mit Sicherheit, denn wer diesen Film übersteht und danach noch Lust hat auf mehr, dem werden die restlichen Bollywood-Filme nichts mehr ausrichten können, der sit sozusagen immunisiert gegen alle Gefahren, die dieses Subgenre bereit hält.
Die Geschichte: Adoptivsohn wird von seinem Adoptivvater verstoßen, weil er nicht die vom Vater ausgesuchte Frau zur selbigen nimmt, sondern die Frau die er liebt. Der jüngere Adoptivbruder vereint die Familie nach zehn Jahren endlich wieder.
Kann man in achtzig Minuten hinkriegen?
Ja, kann man, wenn man Nordeuropäer ist oder Japaner.
Kann man in zwei Stunden vollkriegen?
Ja, kann man, wenn man Südeuropäer ist.
Kann man in drei Stunden vollkriegen?
Als Inder oder Pakistani, ja...
Und vier Stunden?
Nun ja, dies ist nunmal nicht irgendein Bollywoodfilm, das ist der Vorzeigefilm schlechthin.
Und das mit all seinen guten wie auch schlechten Seiten.
Zuerst die schlechten:
In der Mitte zieht sich der Film extrem, die Handlung ist eigentlich wirklich ein Witz, und diese Inder haben auch manchmal wirklich dämliche Einfälle mit denen sie auch noch durchkommen, im folgenden mal zwei Beispiele:
1. Wieso sollte an einer Londoner-EliteUni die beliebteste Tussi irgendein verzogenes indisches Girlie sein?
2. Wieso sollte bei einem englsichen Grundschulfest ein indisches Kind die indische Nationalhymne zum besten geben, und warum sollten dann auch noch alle englischen Gäste zu Tränen gerührt standing ovations von sich geben?
So ein - mit Verlaub - Scheiß passiert in diesem Film dauernd....
Nun zum guten:
Natürlich supergute-Laune, im ständigen Wechsel mit extremer Tränendrüsen-melodramatik, angetrieben von guter Laune Musik. Ach ja, dann natürlich die Inszenierung!!!
Und hier muß ich wirklich mal eine Lanze für Bollywood, speziell für diesen Film, brechen:
Filmtechnisch und handwerklich sehr sauber in Szene gesetzt, es dauert fast eine halbe Stunde bevor Sharukh und Kajol das erste Mal zu sehen sind, aber ihre Auftritte werden derart vorbereitet und in Szene gesetzt, dass man sofort weiß, diese personen sind die Protagonisten. Da kann man schon sagen, dass es ein bißchen in Richtung John Woo geht.
Ansonsten ist der dramatische Aufbau und die Auflösung, wenn man mal von der gefühlten und tatsächlich vorhandenen Überlänge (vor allem in der Mitte), des Film wohlgefällig und richtig nett.
Für meinen Geschmack war dieser Film dann doch ein bißchen zu viel des Guten, eher was für romantischer veranlagtere Menschen, bei Prof. Grzymek oder heinz Sielmann unter dem Begriff Weibchen bekannt, besser geeignet sein, dennoch für einen netten Frühlingstag ist das mit Sichehreit mal keine falsche Wahl, wenn man mal nicht immer auf Gemetzel und Action sondern auch mal auf etwas anderes aus ist
Und da wir schon mal dabei sind, noch etwas absolut positives:
Da der Film hier eigentlich kaum Handlung hat, kann man jederzeit inden Film ein- und wieder heraustauchen, die Stimmung fängt man sofort ein.
Das gelingt normalerweise bei Filmen von solcher Länge selten, aber hier paßt es ganz gut
7 Punkte
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