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Taxi 3 (2003)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 30.07.2003, seitdem 2187 Mal gelesen


Luc Bessons Saga um den rasenden Taxifahrer Daniel geht in die dritte Runde, wird aber nach dem schlechten Abschneiden des zweiten Teils in Deutschland keine Kinoauswertung bekommen. Ganz anders sahen das die Franzosen, bei denen der Film zwar hinter seinen Vorgängern zurückblieb, aber immer noch ordentlich Kasse machte.

Der Plot ist grundsätzlich nur eine Wiederaufbereitung der bisherigen Abenteuer von Daniel und Emilien und bietet am Anfang einen netten Cameoauftritt von Sylvester Stallone, der hier einen Geheimagenten geben darf und Daniel als Fahrer engagiert. Auf gewohnt furiosen Niveau wird sich darauf durch die Stadt gejagt. Mit schnellen Schnitten und Kameraschwenks bietet der Film die gleiche Optik wie schon die Vorgänger. Kein Wunder, führte Gérard Krawczyk doch schon im ersten Film vor 5 Jahren Regie. Die Banküberfälle wurden aus Teil 1 eins und die Chinesen aus Teil recycelt, so dass es nichts neues, innovatives oder spektakuläres zu bestaunen gibt.

Ein wenig mehr Platz wird diesmal den beiden Freuninnen (Petra und Lilly) eingeräumt, da sie beide schwanger sind. Einen Spagat von Emma Sjöberg sollte man diesmal also nicht erwarten. Hinzu kommt das gewohnte Krieseln in der Beziehung Daniel/Lilly und Kurzauftritte von bekannten Charakteren wie Général Bertineau oder die übliche Tollpatschigkeit des Polizeichefs.

So folgt man während des Films dem ungleichen, aber befreundeten Duo, dass sich inzwischen besser leiden kann, aber immer noch nicht ganz grün ist. Die Chemie stimmt einmal mehr zwischen ihnen, was Situationskomik und nette Dialoge garantiert. Nur wird man das Gefühl nie los, das alles schon mal gesehen zu haben.

Das größte Problem ist der Mangel an Überraschungen, denn Drehbuachautor Luc Besson scheinen die Ideen auszugehen und Einfälle wie der Monstertruck (der mal eben eine ganze Straße mit Autos plattwalzt) haben Seltenheitswert. Hinzu addiert sich die Tatsache, dass schnelle und schicke Autos größtenteils entfernt wurden. So ein schwarzer Mitsubishi Evolution in Teil 2 oder die Mercedes im Original waren hübsche Eyecandys. Hier agiert leider nur noch Daniels Peugeot, der im Finale sogar Schneeketten aufzieht.

Fazit:
Fans der ersten beiden "Taxi"-Filme werden auch bei dieser seichten Actionkomödie ihren Spaß haben. Der Film lässt zwar etwas Charme vermissen, was unter anderem am teilweise deutlichen Einsatz von PC-Peugots zu sehen ist. Die Rasereien sind gewohnt gekonnt, doch wird diesmal auf übertriebene Karambolagen verzichtet. Die Story um Daniel ist jetzt aber deutlich ausgereizt, was einen vierten Teil überflüssig macht. Aber Besson werkelt ja schon am überflüssigen US-Remake...


P.S.: Achtet mal auf das Wohnzimmer, durch das man den Monstertruck jagt, da läuft "The Transporter".


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