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Taxi 3 (2003)

Eine Kritik von Ulthar (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 26.11.2003, seitdem 382 Mal gelesen


Noch abgedrehter, noch witziger und noch mehr "Over the Top" - so kann man Taxi 3 wohl am besten in wenigen Worten beschreiben.
Bereits zum dritten mal schickt Produzent und Drehbuchautor Luc Besson, den chaotischen Polizisten Emilien (Frédéric Diefenthal) und seinen Kumpel, den Taxifahrer Daniel (Samy Naceri) in ein Abenteuer, wie man es wohl noch nie gesehen hat. Nachdem man sich in den beiden vorherigen Teilen unter anderem mit der "Mercedes Gang" und der Yakuzza anlegte, ist es diesmal die "Weihnachtsmann-Gang", die Marseilles in Angst und Schrecken versetzt und der Polizei immer einen Schritt vor raus ist. Insbesondere Commissaire Gibert (Bernard Farcy) setzt alles daran mit seiner Chaoten Truppe die Diebe zu stellen. Dummerweise kommt ihm dabei nicht nur Emiliens Tollpatschigkeit sondern auch sein eigens Unvermögen in den Weg. Und dann ist da auch noch eine Japanische Reporterin, die sich ganz besonders für die Tätigkeit der Polizei interessiert....

Es ist unglaublich was Regisseur Gérard Krawczyk für ein Feuerwerk an Slapsticknummern und aberwitzigen Actionszenen abbrennt. Da vernichtet ein Monstertruck mal eben ein komplettes Haus, da gibt es wieder unglaubliche ( wenn auch teilweise am Computer getrickste ) Autoverfolgungsjagden, und natürlich die beiden sympathischen Hauptdarsteller, die sich neben den Problemen mit den Gangstern auch noch mit ihren Freundinnen rumschlagen müssen.

Natürlich ist die Story absolut Überraschungsarm, aber das stört bei diesem Film zu keiner Sekunde, da man durch das ganze Drumherum perfekt abgelenkt wird und unterhalten wird. Unvergessen bleiben Szenen wie die mit Danielles getuntem Peugeot Taxi, der sich mit einigen Skifahrern eine James Bond Reife Verfolgungsjagd liefert, oder aber die Wirrungen um Emilliens Erstaunen als ihm seine Freundin (Emmy Sjöberg) eröffnet das sie bereits im 8 Monat Schwanger ist. Auch darf man an einer der wohl ungewöhnlichsten Folterszenen der Filmgeschichte teilhaben.

Überhaupt hat man sich für diesen Teil wohl eindeutig James Bond als Vorbild genommen. Schon zu Beginn als man einen Geheimagenten bei einer atemberaubenden Flucht mit Rollerblades sieht, der sich später als Sylvester Stallone entpuppt, ist das Ziel des Films ( beste Unterhaltung mit reichlich Spaß ) mehr als erreicht. Auch der folgende Vorspann im Stile eines 007 Abenteuers mit französischem HipHop und Weihnachtsmännern auf Schlittschuhen ist herrlich verrückt und skurril.

Sicherlich kein Meisterwerk des Actionfilms, aber wer mit den beiden ersten Teilen Spaß hatte, und auch Filme wie "The Transporter" oder "Wasabi" mochte wird diesen Film lieben. 8 von 10 Punkten.


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