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Maniac Cop (1988)

Eine Kritik von Onkel87 (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 19.03.2010, seitdem 192 Mal gelesen


Ich war schon ein Weilchen hinter dem Film her und war umso erfreuter als ich den Film ganz günstig bestellen konnte. Dementsprechend war auch eine gewisse Erwartungshaltung meinerseits vorhanden.

William Lustig ist gewiss kein großer Filmemacher. Sein letzter richtiger Film, I Want You Dead Uncle Sam, liegt bereits 13 Jahre zurück und überhaupt sind seine Regiearbeiten recht überschaubar. Die einzigen beiden guten Filme von ihm, wo sich auch das Publikum weitestgehend einig ist, sind Maniac und Maniac Cop.
Auch wenn die Titel es möglicherweise suggerieren, die Filme haben bis auf ihren Handlungsort, die Stadt New York, und die Tatsache, dass in beiden ein Irrer herumrennt und Leute niedermetzelt, nichts miteinander gemein.

Der bereits damals im Horrorfilm erfahrene Tom Atkins muss als Frank McCrae die Spur des „Maniac Cop“ aufnehmen und später die Unschuld seines Kollegen Jack Forrest, gespielt von Bruce Campbell, beweisen. Dass dies nicht ganz klappt wie geplant sei schon vorab gesagt. Die Schose läuft nach Schema F ab, Beweise für die Unschuld werden gefunden aber werden im letzten Moment vernichtet und so sehen sich die Helden einem ganzen Polizeiapparat gegenüber.
Handlungstechnisch erwartet den Zuschauer also keine Offenbarung, wäre aber auch überraschend gewesen bei einem Film diesen Alters und Genres.
Dafür ist der Film recht spannend gemacht und wandert gegen Ende meiner Meinung nach sogar ab ins Action-Genre, wenn es zur wilden Verfolgungsjagd quer durch die Stadt kommt und das ein oder andere zu Bruch geht.

Die Darsteller agieren auf ordentlichem Niveau, hervorzuheben sind dabei natürlich die beiden tragenden Namen des Films, Atkins und Campbell, aber auch der ein oder andere Nebendarsteller kann punkten.
Allzu blutig wird es meiner Ansicht nach nicht, zwar fließt der rote Saft hier und da aber da gab es schon zu damaliger Zeit weitaus heftigeres zu sehen.

Die DVD von Astro besitzt neben der Kinofassung auch noch die japanische TV-Fassung, welche sich als „längste Fassung der Welt“ rühmt. Die dort eingefügten (Handlungs)szenen haben ein deutlich schlechteres Bild als das sonst ganz passable der Kinoversion.

Fazit:


Recht spannender Slasher mit dem etwas anderen Hintergrund und wo einmal nicht dümmliche Teenies, die zwischendurch irgendwo kopulieren, das zeitliche segnen.

7/10


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