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Monty Python's - Der Sinn des Lebens (1983)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 03.12.2010, seitdem 187 Mal gelesen


Was passiert, wenn sich die Kult Anarcho-Comedytruppe von Monty Python ernsten hochphilosophischen Themen widmet, zeigt uns deren letzter gemeinsamer Film Der Sinn des Lebens. Um selbigen zu definieren, werden uns Szenen aus allen Lebensaltern gezeigt, nur um am Ende das Ergebnis in 30 Sekunden von einer Texttafel lustlos abzulesen. Wer denkt das das schwerwiegende Thema irgendwie ernsthaft angegangen wird, der kennt aber die Pythons schlecht. Das ganze ist im wesentlichen eine Flying Circus XL Folge, mit der Korsettstange der jeweiligen Lebensabschnitte, die gewohnt bissig chaotisch in diversen Sketchen persifliert wird. Die Truppe legt dabei Ideen vor, die einfach nur unglaublich sind und produzierten auch vom Aufwand her 90 Minuten gewohnt schwarzen britischen Humor der Extraklasse.
Während sich die Vorgeschichte noch rund um ein paar alte Arbeiter dreht, die gegen ihre jugendlichen Ausbeuter meutern und unter der Rubrik ganz nett aber kein Brüller einzuordnen ist, gehts spätestens mit der Abteilung Geburt so richtig los. Späße wie die trotteligen Ärzte und die Maschine mit dem Bing, oder die Massenkinderhaltung inklusive des Kultsongs "Every Sperm is sacred" sind Geschichten die man in Erinnerung behält.
Auch die Schulzeit wird herrlich sarkastisch pointiert, vor allem durch einen Sexualkundeunterricht der äh eher praktischen Auslegung und wer Kinderhasser ist, wird sich besonders über das Rugbyspiel freuen. Als Erwachsener geht man dann natürlich zur Army, die also ebenso ihr Fett weg bekommt und aufgrund der gezeigten Fähigkeiten der englischen Offiziere, ehrbliche Mühe haben dürften etwas zu erobern das größer als ein Ameisenhaufen ist.
Das absolute Highlight für mich waren jedoch die Herbstjahre, mit dem unglaublich fetten Ekelpaket im Restaurant, der zeigt, das ein winziges Minzplättchen eine explosive Wirkung entfalten kann. Diese episode ist der eindeutige Beweis dafür, das selbst derbste Kotzkomik urkomisch sein kann. Einfach nur göttlich. Leider schwächelt der Film in Richtung Tod ein wenig, natürlich immer noch humorig, aber als krönender Abschluß der Geschichten nicht gerade ein Feuerwerk.
Die Pythons können es einfach, eine solche Ansammlung von Schenkelklopfern sieht man nicht alle Tage und selbst die "schwächeren" Episoden haben ihre Klasse. Zudem besteht die Truppe nicht nur aus brillanten Gagschreibern, sondern auch aus akzeptablen Schauspielern, was die Pointen natürlich noch verstärkt. An die absoluten Highlight, wie das Leben des Brian oder Ritter der Kokosnuß, kommt der Sinn des Lebens nicht ganz ran, dennoch absolute Empfehlung meinerseits.
8,5/10


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