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Garden of Love (2003)

Eine Kritik von McHolsten (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 31.10.2004, seitdem 1152 Mal gelesen


Nachdem Ittenbachs letzter Film "Beyond the Limits", obwohl für Itty wie gewohnt extrem blutig, nicht auch aufgrund inhaltlicher Mängel nicht so ganz überzeugte, ist "Garden of Love" Ittenbachs bis dato bester Streifen. Die Splattereffekte werden bis auf wenige Szenen zurückgefahren, um der einfallsreichen Geschichte Platz einzuräumen:

Die verschrobene, aber dennoch sehr ruhige und der Umwelt nicht auffallende Hippiekommune rund um ihren Anführer Gabriel Verlaine (Bela B. Felsenheimer) lebt glücklich auf einer Farm. Der einst ungestüme Gabriel ist seit der Geburt seiner Tochter Rebecca wie verwandelt. Doch der Frieden wahrt nicht lange, dringen doch des Nachts zwei mit Clownsmasken versehene Gestalten in das Haus ein und verwandeln es in ein Schlachthaus. Die einzig Überlebende ist Rebecca, die nachdem sie von der ermittelnden Polizei gefunden und ins Krankenhaus gebracht wurde, in ein Koma fiel. Seit ihrem Erwachen ist sie in einer Amnesie und kann sich der Geschehnisse nicht erinnern. Jahre später ist sie zur jungen Frau heran gereift und plötzlich sind sie da - diese Visionen; Visionen von Tod und ihrem Vater Gabriel. Der hat sie nun endlich gefunden und will sie als Werkzeug seiner Rache um das Gemetzel nutzen. Doch seine Kraft ist nur auf das Anwesen beschränkt. Zufällig ist Rebecca Alleinerbin des angehäuften Vermögens ihres Vaters, dies erfährt sie von dem damals ermittelnden Kommissars. Leider muß sie sich auch mit der Seltsamkeit konfrontiert sehen, das nur ihre Fingerabdrücke auf den Tatwaffen befanden...ist Rebecca verrückt oder nur Teil einer teuflischen Verschwörung?

"Garden of Love" darf als einer von Ittenbachs besten Filmen gezählt werden. Es kommt hier diesmal sehr zugute das die Ausgewogenheit Geschichte und Gore stimmt. Die Geschichte ist nicht komplex, aber annehmbar und in einem zeitlichen Rahmen (gute 85 Minuten) nicht in die Länge gezogen erzählt. Eine Mischung aus Dämonensplatter und Thriller, gut gemixt wenn auch etwas ungewohnt mit längeren Dialogszenen. So zieht sich manches, aber aufgrund der gut ausgearbeiteten Charakter und passenden Darstellern ist es schon interessant hinter die Vielzahl von Wendungen und Ungereimtheiten zu kommen.

Die Inszenierung ist nicht mehr auffallend trashig und "deutsch" aussehend, durch die Matrix-Mäntel, den dunklen Anzügen die getragen werden und andere Auffälligkeiten wie den Bobby-Cars mehr englisch. Die Sets auf dem Anwesen sind düster, stimmig und atmosphärisch. Sehr nett umgesetzt vor allem sind die Dutzenden Visionen Rebeccas, in denen die Geister der Vergangenheit auftauchen; auch das wüten derer in den wenigen Effekszenen sind stimmig. Der deutsche Schauspielpart Bela B. macht seine Sache sogar sehr gut und kann in seiner Rolle überzeugen. Auch die restlichen Rollen sind überzeugend.

Die Splattereffekte sind in der hier vorliegenden Videothekenfassung etwas beschnitten, jedoch nicht längst so extrem wie bei "Beyond the Limits". Das liegt sicher auch daran das es gar nicht so viele sind, wie man es sonst aus Ittenbachs Filmen kennt. Drei, Vier längere Szenen in denen zwar typisch extrem aufs Gaspedal getreten wird und in denen mit vorwiegend die Köpfe leiden müssen - diesmal werden diese aber weniger bunt-blutig wie noch bei "Premutos" zerschossen, hier eher diese zerrissen(!), diverse Organe entfernt und viele andere blutige Schweinereien, überzogen und düsterer, erinnernd an die "Black Past" Anfänge.

Insgesamt war ich doch positiv überrascht von Ittys neuem Werk und man kann sich nur wünschen das es nun weiter so geht. Die 7 hat er sich wirklich verdient!


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