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Garden of Love (2003)

Eine Kritik von Violator (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 17.11.2004, seitdem 710 Mal gelesen


Auf dem Anwesen des neureichen Hippies Gabriel Verlaine ereignet sich eines Tages ein entsetzliches Blutbad, bei dem insgesamt 11 Personen getötet werden. Nur das kleine Mädchen Rebecca hat überlebt, sie fällt ins Koma. 2 Jahre nach diesem Vorfall wacht sie auf, hat jedoch ihr Gedächtnis verloren. Von da an lebt sie mit ihren Verwandten zusammen und es wird zukünftig kein Wort über das Thema mehr verloren. Eines Tages, Rebecca ist inzwischen erwachsen, hat das Mädchen jedoch plötzlich merkwürdige Visionen, die sie erschrecken. Sie findet schließlich heraus, wer sie wirklich ist und was damals geschehen ist. Auch erkennt sie, dass die Gestalten aus ihren Träumen die Geister der Getöteten sind, die darauf warten, sich an den Mördern zu rächen. Doch das ist noch immer nicht alles. Rebeccas Freund David und ihre Zieheltern scheinen ihr immer noch etwas zu verheimlichen. Und das hat einen Grund...

Olaf Ittenbach, einer der wohl wichtigsten deutschen Regisseure von Splatterfilmen, hat hier einen guten Film abgeliefert. Es wird durchaus Spannung und Atmosphäre erzeugt, besonders das Auftauchen der Geister bzw. des „Hauptgeistes“ (gespielt von Bela B. Felsenheimer, ist auch Bandmitglied bei den Ärzten, wenn ich nicht irre) ist unheimlich und gelungen inszeniert. Und die Musik, die sich gut den Stimmungen der Szenen anpasst, trägt auch ihren Teil zum guten Gesamteindruck bei. Die Story an sich ist ok, wenn auch einige wenige Szenen und Dialoge etwas lang geraten sind. Aber das stört nicht wirklich, da insgesamt keine Langeweile aufkommt. Was den Schluss angeht, so sind es wieder einmal die vermeintlich guten, die sich hier als die Übeltäter herausstellen. Das Ende ist trotzdem nicht so überraschend wie man vielleicht vermuten könnte (der Zuschauer kann schon stellenweise etwas Verdacht schöpfen) aber für mich waren am Ende noch ein paar Dinge nicht ganz logisch und nachvollziehbar.

Unter den Schauspielern gibt es keine besonderen Ausfälle zu vermelden, alle spielen ihre Rolle zufriedenstellend und auch die Synchronisation geht in Ordnung.

Splatter hat der Film natürlich auch einiges nettes zu bieten. Es sind zwar nicht wirklich viele blutige Sequenzen vorhanden, aber sie sind gut in die Geschichte eingefügt. Manchmal geht es dann auch richtig ab, meistens dann, wenn die Geister der Verstorbenen sich auf die Leute stürzen, die das Verlaine-Haus betreten. Dann werden Köpfe zermanscht oder durch Schüsse zerfetzt, jemand wird auseinandergerissen u.v.a. und das schnell aufeinanderfolgend. Auch haben ein paar technische Tricks hier Einzug gefunden. Es kann durchaus sein, das andere Ittenbach-Filme mehr Splatter zu bieten haben aber dafür hat dieser auch eine annehmbare Story und die Effekte selbst sind gut gemacht und nicht so trashig wie manchmal sonst. Die deutsche DVD soll etwas geschnitten sein, warum weiß ich nicht.

Auf jeden Fall ein guter Ittenbach-Film, der Fans spannender Horror-/Thrillerunterhaltung, eigentlich zusagen müsste.


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