|
 |

Ansicht eines Reviews
Drei Gesichter der Furcht, Die (1963)
Eine Kritik von Dr. Phibes (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 18.05.2005, seitdem 838 Mal gelesen
Einer der besten Horrorregisseure der Welt, die Rede ist natürlich von Mario Bava, ist auch verantwortlich für „Il tre volti della paura“, einem Episodenhorror. Und natürlich lohnt es sich.
„Das Telefon“: Die hübsche Rosy enthält merkwürdige Drohanrufe eines unbekannten Mannes, der sie noch diese Nacht töten will. Voller Panik ruft sie ihre ehemals beste Freundin und Geliebte Mary an. Diese kommt auch sofort, und scheint nichts gutes im Sinne zu haben...
„Der Wurdulak“: Graf Vladimir entdeckt bei seiner Durchreise eine kopflose Leiche. Diese nimmt er kurzerhand mit, als er zu einer kleinen Hütte kommt. Dort legt man ihn es nahe, gleich wieder zu verschwinden. Vladimir hat sich aber schon in Sdenka verliebt. So wartet Vladimir zusammen mit Sdenkas Brüdern auf den Vater Gorca (Boris Karloff). Der jagt den türkischen Verbrecher Alibeq, welcher angeblich ein Wurdulak sein soll. Wurdulaks sind eine Art von Vampir, die aber zunächst die töten müssen, die sie am meisten lieben. Falls der Vater nicht nach 5 Tagen wiederkommt, sollen sie ihn nach seiner Rückkehr direkt einen Dolch ins Herz jagen um ihn zu töten. Doch genau am 5. Tag, pünktlich um Mitternacht, kehrt Gorca zurück mit dem kopf von Alibeq. Trotzdem benimmt sich der Vater merkwürdig...
„Der Wassertropfen“: Schwester Helen Chester wird Nachts von einer alten Frau gerufen, um deren tote Herrin für das Begräbnis vorzubereiten. Diese soll angeblich an einem Herzinfarkt gestorben sein, jedoch sagt die alte Dame, welche Helen geholt hat, ihre Herrin wäre in mitten einer spirituellen Sitzung gestorben. Und genau so sieht das Gesicht der Toten auch aus. Während Helen die Tote anzieht und die alte Dame nach Schuhen für besagte sucht, stiehlt Helen einen wertvollen Ring der Toten. Wieder zu Hause, beginnt für Helen der wahre Horror, als die Wasserhähne anfangen zu tropfen und jemand im Hause zu seien scheint...
Aber hallo! Mario Bava präsentiert uns drei unterschiedliche Horrorepisoden, die es wahrlich in sich haben. Präsentiert werden sie von keinem anderen als Boris Karloff persönlich, der Horror-Ikone der Universal-Horrorfilme.
Natürlich trägt der Film Bavas Handschrift. Wunderbare Kameraarbeit, herrliche Technicolor- Farben und eine gruselige Atmosphäre runden das ganze ab.
Dabei ist Episode gar nicht mal so überragend, wie man es sich denken würde und hat eigentlich auch kaum Horrorelemente. Die Idee ist nicht schlecht, wird jedoch am Ende nicht ausreichend weitergeführt und man weiß schon, wie es enden wird. Trotzdem ist die Atmosphäre, gerade zu Begin, nicht schlecht. Hier hätte man jedoch noch mehr bieten können.
Ganz anders ist es da schon in der zweiten Episode, die die klassische Vampirstory ein wenig verändert, im Kern aber gleich bleibt. Alles steht und fällt natürlich mit Boris Karloff, aber der brauchte gar nicht mal viel Make-up, um hier zu glänzen. Es bleibt die Frage, ist karloff ein Wurdulak oder nicht. Spannung kommt schon auf, wenn Karloff seinen Enkel auf den Arm nimmt, den kleinen Ivan. Wurdulaks dürsten gerade nach den Blut derer Personen, die sie am meisten lieben. Hinzu kommt wieder mal Bavas geniales Gespür für die Optik. Bunte Farben, exzellente Kameraarbeit und nebelverhangene Orte.
Den richtigen Terror hinterlässt aber die letzte Episode. Schon allein die tote Dame in ihrer Optik lässt nichts gutes Vermuten, doch mehr will ich gar nicht sagen. Die Episode ist auch recht kurz, dennoch verbreitet sie ganz klar den meisten Grusel aller drei Episoden.
Eingeleitet wird der Film zu Begin von Boris Karloff persönlich, der uns schon mal drauf ein schwört, was uns in den nächsten knapp 90 Minuten erwartet. Und auch gegen Ende hat Karloff noch mal einen persönlichen Auftritt als in seinem Kostüm zu Episode zwei, doch diesmal braucht man keine Angst haben, versprochen.
Fazit: Bavas Film zählt zu den besten Episoden-Filmen, die ich bis dato gesehen habe und topt so manchen Hammerfilm mühelos. Wer italienischen Horror mag, wird auch an diesem Bava-Film nicht vorbeikommen. Daher meine Empfehlung: Sich diesen Film im abgedunkelten Raum anschauen. Wer nicht spätestens bei der dritten Episode eine Gänsehaut bekommt, hat sicherlich schon vorher aus Angst abgeschaltet. Bava at it’s best!
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von Dr. Phibes
Zurück
 |
 |
|