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Godzilla - Duell der Megasaurier (1991)
Eine Kritik von Boxhamster (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 25.01.2009, seitdem 537 Mal gelesen
Zeitreisende aus der Zukunft kommen ins Jahr 1992, um mit ein paar Gegenwärtlern ins Jahr 1944 zu reisen und dort die Geburt von Godzilla und so die Zerstörung Japans zu verhindern, doch gleichzeitig setzen die Zukunftsmenschen drei kleine Flattertiere aus, aus denen der dreiköpfige Drache King Ghidorah entsteht, der wiederum im Jahr 1992 die Macht Japans einschränken soll und so kommt es zu weiteren Zeitreisen und dem Kampf von Godzilla gegen Ghidorah.
Uff, ganz schön schwierig die Handlung von "Godzilla - Duell der Megasaurier" in einem Satz zusammenzufassen. Wie man erkennt, ist die Story äußerst wirr ausgefallen und die westlichen Filmeinflüsse haben wie bisher in keinem Godzillabeitrag Einzug gehalten. So gibt es einen kruden Mix aus Zeitreisen wie in den Star Treks, Monsterfights und einen Androiden, der stark an den T-1000 aus "Terminator 2 - Tag der Abrechnung" erinnert. Interessanterweise nehmen trotz der westlichen Einflüsse die westlichen Akteure fast ausnahmslos die Rollen der bösen Menschen ein.
So wirr und teilweise schwer nachvollziehbar die Story auch ist, umso viel Spaß macht sie auch, denn es ist ständig etwas los und Abwechslung steht an der Tagesordnung. So erfährt man nun, wie Godzilla tatsächlich entstanden ist und sieht ihn vor seiner Mutation, es gibt eine nette Entstehungsgeschichte zu King Ghidorah, eine interessante Abwandlung durch die Schaffung von Mecha King Ghidorah, Zeitreisekonflikte, Action und einen hoch emotionalen Moment, als sich ein General und Godzilla 1992 erneut nach 1944 mit Tränen in den Augen gegenüberstehen.
Sehr gewöhnungsbedürtig dagegen ist, dass Godzilla und King Ghidorah während des Films die Seiten wechseln. So stellt sich Godzilla anfangs dem Dreikopfdrachen zum Wohle der japanischen Bevölkerung, macht sich dann selbst an die Zerstörung von Behausungen, um dann erneut gegen den Drachen, diesmal mit Metallverstärkung und künstlichem Kopf als Mecha King Ghidorah zu kämpfen. Auch auf Seiten der Zeitreisenden kommt es zu solchen Wechseln, denn die Japanerin aus der Zukunft stellt sich im Verlauf des Streifens auf die Seite der Gegenwärtler, programmiert den Androiden entsprechend um und reist in die Zukunft, um dort besagten Mecha King Ghidorah zu kreieren und diesen in die Gegenwart zum Kampf gegen Godzilla senden.
Die Kämpfe der beiden Monster sind dann die wahren Augenweiden des Films. Wenn diese aufeinander treffen, dann bleibt kein Stein auf dem anderen. Die Umsetzung von Godzilla und dem imposanten Drachen sind äußerst gelungen und man vergisst des Öfteren, dass man eigentlich Menschen in Gummikostümen auf dem Bildschirm sieht. Mit den niedlichen Monsterprügeleien der älteren Godzillafilme hat das nicht mehr viel gemein.
Hinzu kommen erneut, wie schon in den direkten Vorgängern, stimmige Melodien, bei denen sich die klassische Musik von Akira Ifukube mit neuen Tönen mischt, was für eine passende Untermalung der Szenen sorgt.
Insgesamt ist "Godzilla - Duell der Megasaurier" ein inhaltlich sehr konfuses Konstrukt, doch für Abwechslung und vor allem tolle Monsterszenen ist gesorgt und wenn man nicht alles hinterfragt, dann macht dieser Beitrag der Godzillareihe eine Menge Spaß.
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