Ansicht eines Reviews

Matrix Reloaded (2003)

Eine Kritik von Chili Palmer (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 22.10.2005, seitdem 425 Mal gelesen


Inwiefern waren Fortsetzungen zu MATRIX nötig, fragte man sich immer wieder.
Der Film war nicht nur binnen kürzester Zeit vom Geheimtipp zum Kultfilm mutiert und hatte sich so eine Fanbasis geschaffen, die sich gegen einen Ausverkauf „ihres“ Films stemmte, nein, er war auch zu einem runden Abschluss gelangt, samt Auferstehung und Himmelfahrt seines Helden. Der Böseste der bösen Jungs wurde in Teilchen gesprengt, und einen Filmkuss im Funkenregen gab es auch noch. Alles in Butter. Oder?

Mitnichten. Bei genauer Betrachtung der Sachlage gab es da schon ein paar Grauzonen, die einer Erklärung bedurften. Sicher, Neo war jetzt King Dingeling des Codes, der Messias im System, aber ausserhalb, in der „realen“ Welt, wie war es da um ihn bestellt? Wie konnte Trinity ihn mit einem Kuss ins Leben zurückholen, wenn die Welten doch klar getrennt waren? Ihr Glaube an ihn hatte ihn gerettet, soso. Entweder brachte man nun als Zuschauer denselben Glauben auf und akzeptierte die märchenhafte Konstruktion dieser Geschichte, oder man wurde auf der Suche nach einer Erklärung im (Daten-)Regen stehen gelassen, denn der Film selbst verweigerte eine.
Und die Matrix selbst? Keineswegs perfekt, wie sich dann und wann erwies. Wie konnte in einem rundum überwachten System ein, Obacht, „aus der Art geschlagenes“ Programm wie das Orakel existieren? Wer hat sie programmiert? Oder Agent Smith: Sein Hass auf die Menschen, auf ihren Geruch (!), woher kam der? Ein Agentenprogramm, welches dermaßen gegen seine Funktion läuft, Emotionen entwickelt, sollte doch ein Fall für den Windows-Papierkorb sein, oder? Wimmelt es in der Matrix vielleicht nur so vor Fehlfunktionen, Außenseitern und gefrusteten Programmen? Das würde sie ja um Grautöne bereichern, die dem einseitig denkenden Widerstand um Morpheus gar nicht schmecken dürften…
Und wo wir beim Thema „Widerstand“ sind: Der Film hatte uns nur einen Teil der Gesamtsituation offenbart, indem immer wieder auf den größeren Zusammenhang rund um Zion verwiesen wurde. Die Nebukadnezar ist nur eins von vielen Schiffen.

Letztendlich also keine Frage, es gab noch viel zu entdecken, sowohl in der Matrix als auch außerhalb. Und kaum waren die Pläne der Wachowkis bestätigt, dass MATRIX mit „Reloaded“ und „Revolutions“ gleich zwei Fortsetzungen bekommen würde, die schlussendlich einen großen Film bilden sollten, brummte es im Fandom: Bei einem Budget von knapp 300 Millionen Dollar waren schon einmal Effekte der Oberklasse garantiert, es wurde von der größten Filmschlacht aller Zeiten schwadroniert und auch Produzent Joel Silver bemühte sich bei jeder Gelegenheit, zu versichern, dass das größte Ding aller Zeiten bevorstand. Erwartungen overloaded.
Nun waren die Wachowskis in der gleichen Situation wie George Lucas mit seiner Episode I: Ihr neues Werk musste einem Erwartungsdruck standhalten, an dem man nur scheitern konnte. Aus einem kleinen Kultfilm hatte sich ein Hype entwickelt, der Nachschub forderte, Nachschub, der ästhetisch und inhaltlich zu klotzen hatte. Keine beneidenswerte Situation also, in der die Wachowskis steckten. Allerdings muss der Fairness halber gesagt werden, dass man nicht immer an gigantischen Erwartungen scheitern muss, wie uns ja ein gewisser Neuseeländer bewiesen hat…

Begleitet von immensem Mediengetöse wurde also 2003 auf das kräftigste reloaded. Zwei neue Filme, eine Anime-Anthologie und ein Computerspiel, allesamt inhaltlich verflochten und verfasst von den Gebrüdern, kündeten vom „Year of the Matrix“. Hier sollte Filmgeschichte und nebenbei auch noch Multimediageschichte geschrieben werden. Es wurde kolportiert, eine neue Ära des Geschichtenerzählens dämmere herauf. Na dann. Schon an diesem Punkt durfte betrauert werden, dass die Medienmaschinerie sich unaufhaltsam zum Zion unseres Verstandes vorbuddelte. Was würde von diesem coolen, quasi-Indiefilm noch in unserem Bewusstsein übrig bleiben, wenn der mediale Overkill um die Sequels sich gelegt hatte?

Es ist im Rückblick recht wenig übrig geblieben, soviel kann man schon festhalten. „Reloaded“ und „Revolutions“ sorgten zwar für lange Schlangen vor den Kinos, aber auch für dementsprechende Gesichter. „Enter the Matrix“, das Computerspiel, verkaufte sich zwar hypegerecht ordentlich, kassierte aber größtenteils schlechte Bewertungen in der Fachpresse aufgrund des hastig zusammengeschusterten Spielaufbaus. Es machte zwar durchaus Spaß, wirkte aber an allen Ecken und Enden unfertig und konnte so dem Markennamen nicht gerecht werden, der zu einem gewissen Grad auch für technische Perfektion stand.
Am besten kam da noch „Animatrix“ weg, eine fantasievolle Sammlung von Anime-Kurzgeschichten, die auch durchaus mutig andere Interpretationen der Gesamtgeschichte anboten und sehr schön die gestalterische Vielfalt japanischer Zeichentrickfilme jenseits von Kinderserien aufzeigten. Dennoch; es gab nicht wenige Fans, die froh waren, als das Jahr der Matrix vorbei war. Was uns zum Kern der Sache bringt.

Und das Wort, das MATRIX RELOADED wohl am besten umschreibt, lautet Ernüchterung.

Zum einen die Ernüchterung der Zuschauer, die ihre filmische Erfahrung des ersten Teils im Quadrat erwarteten und nun eine aufgespoilerte Wiederholung bereits bekannter Elemente zu sehen bekamen, die einem Mega-Medley-Mix gleichkam. Alles schon gesehen, aber in die Länge gezogen wie Kaugummi. Hölle, Hölle, Hölle, Hölle! Symptomatisch hierfür Neos Kampf gegen Agent Smith, Agent Smith, Agent Smith und ein paar andere Agent Smiths. Das Gähnen des Publikums ersetzte das ungläubige Staunen. Immerhin beides mit offenem Mund.

Das Ende von MATRIX hatte Großes ahnen lassen: Neo, von den Toten zurückgekehrt, sah die Matrix in Reinform. Er war eins mit dem Code, konnte scheinbar nach Belieben in ihm agieren. Wie Morpheus sagte, das Ausweichen war nicht mehr nötig. Der Auserwählte könne die Matrix nach Belieben umgestalten. Was war jetzt nicht alles möglich! Könnte Neo sich jetzt nicht Türen schaffen, wo Mauern waren? Ganze Umgebungen umstrukturieren? Waffen verschwinden lassen? Sich einen Ferrari unter den Arsch codieren?
Nein, er beschränkt sich weiterhin auf Kung Fu, und fuchtelt mit den, oho, upgegradeten Agenten herum (die, alle Verbesserungen zum Trotz, auch von Morpheus bekämpft werden können, komisch…). Man sollte meinen, er könnte sie mit einem Fingerschnippen kollabieren lassen, einfach löschen. Schön, er fliegt jetzt mal ein bisschen in der Weltgeschichte umher, aber ansonsten geht es erlösertechnisch eher mau zu. Die alles-ist-möglich-Stimmung, der anarchistische Funke der Schlusszene aus MATRIX, erlischt gleich in den ersten Minuten. Kein Wasser zu Wein.

Die andere Ernüchterung transportiert der Film selbst, durch seine Geschichte.
Neo erkennt, dass sich die Dinge nicht so leicht lösen lassen, wie es Morpheus und viele andere von ihm erwarten. Morpheus, der god of cool des ersten Teils, schrumpft hier zu einem Hauruck-Reden schwingenden Rädchen der Zion-Maschinerie, und wie Neo erleben wir dies als einen ernüchternden Zustand. Man ahnt, dass Neo sich von Morpheus lösen muss, um seiner Aufgabe gerecht zu werden, und dieser Prozess des Erwachsenwerdens, des Lösens vom Mentor, ist schmerzhaft. Apropos erwachsen: Neo hat seinen Status als staunendes Kind aufgeben müssen, der mit uns gemeinsam die Welt entdeckt. Er hat in gewissem Sinne sogar eine kleine Vaterrolle gegenüber dem Jugendlichen aus der Animatrix-Episode „The Kid“. Der „sense of wonder“ ist verloren gegangen, ein nicht unwesentlicher Teil des Erfolges des ersten Teils. Jetzt wird es kompliziert. Es gab Schwarz, es gab Weiß. Neo muss nun hinaus in die graue Welt. Und in dieser warten unbequeme Verhältnisse, die jedem, der den gnadenlos um sich ballernden Neo des ersten Teils mochte, einen Dämpfer versetzen.
Ganz ehrlich: So cool dieses Wachmänner-Umnieten herüberkam, so grausam war es auch. Trotz der Tatsache, dass Morpheus befreit werden musste, kann man nicht wegdiskutieren, dass die von Neo und Trinity durchsiebten Wachleute Menschen waren, die an die Matrix angeschlossen waren. Ohne Geist kann der Körper nicht leben, soviel wussten wir, ergo wurden hier also Leute umgebracht, die zwar potentielle Agenten-Wirte waren, nichtsdestotrotz aber eben auch unschuldige Menschen. Man hätte sie auch befreien können.
Aber sie gehörten ja zum System. Rübe ab. Hm. Ob unsere Helden im Zweifel auch Flugzeuge…?
Man ahnt also, wohin uns die Geschichte führen wird: Es ist nun an Neo, sich von diesen Cowboy-und-Indianer-Spielen zu emanzipieren, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen. Er muss Grau sehen, wo andere Schwarz/Weiß sehen. Wenn das auf Kosten cineastischer Coolness geschieht, sollte einem das zu denken geben.

Auch Zion, der McGuffin des ersten Teils, entpuppt sich im Kontext der Ernüchterung als von einem grummelbärtigen Jedi-Rat regierte Hippie-Kommune, in der man trotzig ravend durch den Urschlamm tanzt. Die Zurschaustellung des fröhlich feiernden Fleisches als Gegenstück zur kalten Maschinenwelt, hachgott - die Wachowskis waren auch mal weniger plakativ.
Gerade bei MATRIX ging es doch zuerst immer um Stil, um flüchtige Andeutungen, und nun das, die tanzende Plattschaufel.
Aber gut, auch wenn man sich Zion sicherlich anders vorgestellt hätte, hier herrscht er noch, der freie Wille, der Schlüssel zum Sieg.

Ihn muss Neo jetzt beweisen, auf seiner Suche nach dem Zentrum der Matrix, und jetzt endlich darf der Film die neuen Elemente in die Geschichte einfügen, und das gelingt mal mehr, mal weniger gut. Das Prinzip eines Schlüsselmacher-Programms, der Kampf um Informationen mit dem altgedienten Merowinger, die Verfolgungsjagd über die -endlich darf ich dieses dämliche Wort benutzen- Datenautobahn und die finale Konfrontation mit dem Architekten sind wohldurchdachte, bis ins Kleinste konzipierte Mosaiksteine, aber ihre filmische Verbindung holpert ein wenig dahin und lässt die Dramaturgie des ersten Teils missen. Das mag zum einen an der Tatsache hängen, dass einen die Aussicht auf „Revolutions“ nicht unbedingt um das Wohl der Charaktere bangen lässt, denn die werden zum Finale wohl noch benötigt. Und zum anderen kollidieren hier die typische Coolness und ein gigantisches Handlungsgerüst, das erstmal erklärt werden will. Ein großes Problem: Wie soll man die Geschichte und die Charaktere des ersten Teils ausbauen, gleichzeitig neue Charaktere einführen, die komplizierten Zusammenhänge veranschaulichen und gleichzeitig mit Blick auf Teil 3 ausdehnen und dabei immer noch so lässig-locker daherkommen wie das Original? Das war den Wachowskis scheinbar auch nicht immer klar, anders lassen sich betont kryptisch-undynamische Szenen wie die zwischen dem Orakel und Neo nicht erklären. Sicher, ihre Unterhaltung über die Kraft der freien Entscheidung ist allein schon eine Doktorarbeit wert, aber das Gleichgewicht zwischen Anspruch und Unterhaltung kippte im Original nie dermaßen Richtung Gedankenschwere. Und wenn man dann nach einem solchen Redeschwall mit einem Prügelschwall einen Kontrapunkt setzen will, wie mit der sogenannten „Burly Brawl“ geschehen, in der Neo solange Agent Smith in seiner tausendfachen Ausführung eins auf die Mütze gibt, bis es auch dem letzten Zuschauer egal ist, darf man sich nicht wundern, wenn es Kritik hagelt.

Doch nicht nur. Nein, man tut dem Film Unrecht, wenn man ihn auf seine Schauwerte reduziert, die in der Welt der digitalen Effekte sowieso keine Chance auf Langlebigkeit haben. Wenn jede drittklassige Komödie die Bullet-Time 1:1 kopiert, dann muss es der Inhalt richten. Und der richtet. Die Situation der den Protagonisten davonlaufenden Zeit ist ein alter Kinohut, und Zion ist das Fort, das die Indianer/Maschinen stürmen wollen, aber gerade diese vertrauten Schemata in coolem Look machten ja immer den Spaß an der Sache aus, da wollen wir mal nicht so sein. Es ist nicht innovativ, aber es funktioniert, und damit hat es sich. Wenn man seine Enttäuschung über so eine konventionelle Spannungsdramaturgie verdaut hat, kann man beginnen, den Film zu sehen. Zu entdecken. Vielleicht sogar zu mögen. Nicht unbedingt beim ersten Mal, aber der Film verdient eine Chance. Denn zwischen den ganzen bemüht klingenden Monologen lauern hier echte Highlights jenseits gängiger Blockbusterware. Da verhält es sich dann wieder wie beim Original: Wenn man den Film aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, ergibt sich auch ein ganz anderes Bild. So kann man den ausufernden Kampfsequenzen einen Sinn zugestehen, wenn man die Konstruktion der Trilogie im Hinterkopf behält, welche Geburt-Leben-Tod umschreiben soll. Das Leben, ein großes Abstrampeln. Dem Gedanken folgt die Tat. Hier zahlt sich die Strategie der Wachowskis aus, Stellungnahmen zu den Filmen zu vermeiden. Vielleicht ist das alles so geplant, vielleicht auch nicht, wer weiß? Oder, wer weiß was?
Da kann man sogar soweit gehen, zu behaupten, der Film wiederhole bewusst das dramaturgische Schema seines Vorgängers (es beginnt mit einer waghalsigen Aktion Trinitys, Neo erwacht, es wird getanzt, es wird gekämpft, Neo macht einige Prüfungen durch und am Ende holt man sich gegenseitig von den Toten zurück) um den zu durchbrechenden Kreislauf zu veranschaulichen. Anders ausgedrückt: Nicht schon wieder, Neo, beende das!
Klar ist, dass „Reloaded“ trotz dramaturgischer Schlagseite unbestritten gut konzipierte Elemente beinhaltet, die das Anschauen unbedingt rechtfertigen.
Zum Beispiel der Merowinger. Die Szenen mit ihm sind ein dialogtechnischer Genuss, und auch die Errol-Flynn-Rangelei in seinem Treppenhaus stellt die beste Kampfszene des Films. Sieht man nicht jeden Tag, so was. Hier kommt alles zusammen: Yuen-Woo Pings perfekte Choreographie, der treibende Soundtrack von Don Davis und Rob Dougan, der unbedingte Stilwille der Wachowskis mit Verzicht auf hektisches Kameragewirbel und ein kleiner Hauch Filmgeschichte. Hier kann man einfach genießen und bei Bedarf die Story im Hinterstübchen ausblenden. Wie sagte ein Mitglied des Hohen Rates von Zion doch so schön? „Verständnis ist keine Voraussetzung für Kooperation“. Das fasst auch noch einmal wunderbar das Geheimnis von MATRIX zusammen: Auch derjenige, an dem die philosophisch-religiösen Gedankenspiele abperlen, kann den Film mögen, ohne ein schlechtes Gefühl dabei zu haben.

Nun will und kann „Reloaded“ aber halt nicht so, wie es sein Vorgänger konnte.
Die zwei „Kernszenen“ des Films zeigen dann auch schlussendlich das Problem des Films noch einmal glänzend auf. Die Highway-Szene als reine Blockbuster-Action, das Gespräch mit dem Architekten für die Intellektuellen-Fraktion. Es wird jetzt hübsch getrennt. Das Publikum, eben noch gemeinsam jubelnd, darf sich jetzt wieder argwöhnisch in Popcornesser und Rotweintrinker aufgespalten fühlen. Ein bedauerlicher Rückschritt.

Da wäre also zum einen die Verfolgungsjagd, die uns Joel Silver mit den Worten ankündigte, dass es zwar schon viele Autoverfolgungsjagden gegeben hat, aber noch nie eine in der Matrix. Unglaubliches werde es da zu sehen geben. Nun ja. Bei aller Rasanz muss eingeworfen werden, dass man im Hause „Cobra 11“ sicher nur müde gelächelt hat. Bisschen im Gegenverkehr fahren und Autos flippen lassen, das kann unsere Dönerpolizei auch.
Wieder ernüchtert uns der Film nach seinen gigantischen Versprechungen (den Highway zu nehmen sei Selbstmord, huiuiui) mit einer grün getunkten Version der A7.
Und zusätzlich verweigert sich diese Sequenz auch jedem tiefergehenden Diskurs; sie ist einzig und allein dem hohlen Spektakel verpflichtet, und so etwas hat es im Vorgänger schlicht und ergreifend nicht gegeben.

Ebenso wenig eine Szene, die dem Gespräch Neos mit dem Architekten gleichkäme. Hier werden innerhalb weniger Minuten dermaßen viele Gedankenspiele in Gang gesetzt, dass man kaum folgen kann: Der Auserwählte - eine gewollte Systemanomalie? Neo - Messias 6.0?
Das Orakel - die Kehrseite des Architekten? Die Prophezeiung - Lüge?
Wir erfahren, dass sich die Maschinen durch jede Version der menschlichen Rebellion hindurch optimieren. Zion ist schon fünfmal gefallen. Und wird weiter fallen, solange nötig.
Da darf der Kopf schon mal qualmen, und die Inszenierung verstärkt die Unsicherheit noch, wenn man auf den Monitoren des Architekten alle möglichen Reaktionen Neos erblickt.
Alles scheint berechnet, alles kalkuliert. Wozu weiterkämpfen? Doch dann greifen wieder die Mechanismen Hollywoods ein, Neo entscheidet sich für das unkalkulierbarste Element, die Liebe. Er muss seiner Aufgabe als Kinoheld gerecht werden. Save the girl!
Aufatmen. Geht doch. Wer das Autobahn-Crashen mochte, hat hier wahrschenlich eher abgeschaltet. Hier haben wir nun das Gegenstück zur Highway-Jagd, eine komplett für sich stehende Szene, die das charakteristische, dynamische Stilgemisch der Filme ausblendet und sich auf ein Kammerspiel reduziert. Still, aber randvoll mit Inhalt. Allemal wert, stundenlang diskutiert zu werden, aber im Rahmen der Dramaturgie zu dicht, zu viel.

Das lässige Balancieren vermeintlich unvereinbarer Elemente in einer ständig hochgehaltenen Dramaturgie war das größte Verdienst von MATRIX. Um bei diesem Bild zu bleiben: Es wird gestrauchelt, einiges fällt zu Boden, anderes wird mit Mühe aufgefangen, und neue Elemente werden auch noch hineingebracht. REVOLUTIONS wird es nicht leicht haben, den Balanceakt elegant zu beenden, soviel steht fest. Aber vielleicht kann ja, losgelöst von falschen Erwartungen, noch etwas Unerwartetes geschehen. Etwas Neues. Immerhin heißt unser Held Neo. Man darf hoffen.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Chili Palmer" lesen? Oder ein anderes Review zu "Matrix Reloaded (2003)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Chili Palmer

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

1.193 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Yukon (1981)
Sieben (1995)
Hunger (2009)
Restless (2011)
Hellbound - Hellraiser II (1988)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich