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Matrix Reloaded (2003)
Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 11.05.2010, seitdem 154 Mal gelesen
Traurig, was die Wachowski-Brüder aus ihrem gelungenen Erstling gemacht haben. Die alternative Computerwelt besteht nun aus Programmen, die sich menschlich verhalten und nach menschlichen Maßstäben denken. Aus Morpheus wird ein radikaler Gläubiger. Aus dem sympathischen Philosophieansatz des Erstlings wird pseudointellektuelles Leergeschwätz a la „Andromeda“. Neo verkommt zu einem Superman für Arme, der immer dann erscheint, wenn eine Situation aussichtslos ist, oder davon fliegt, wenn die Bedrohung selbst für ihn zu groß wird. Auf der Gegenseite stehen großartige Actionszenen, die jedoch ab und an eine für eine Großproduktion schludrige Computeranimation beschert bekommen haben. Richtig gut wird es kurz vor Schluss, wenn Neo ein Geheimnis über die reale Welt erfährt, welches den kommenden Teil 3 zu einem großartigen Werk hätte werden lassen können. Der ignorierte die besagten Infos jedoch unverständlicher Weise. „Matrix 2“ kann man gucken, aber er ist lieblos umgesetzt, mit zu oberflächlichen Charakteren versehen und in nur wenigen Sequenzen ansatzweise intelligent.
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