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Sieben Jungfrauen für den Teufel (1968)

Eine Kritik von firetrain (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 07.09.2010, seitdem 298 Mal gelesen


Jau, SIEBEN JUNGFRAUEN FÜR DEN DEIBEL ist ein wunderbar fotografierter Krimi Italiana im besten Giallo-Sinne! Regisseur Antonio Margheriti ist ja hauptsächlich für seine Gruselepen mit Barbara Steele aus den goldenen '60ern bekannt, und NICHT für Gialli ala Dario Argento oder Luciano Ercoli. Dennoch ist ihm mit diesem Streifen der beste Giallo, gleich nach Mario Bavas Meisterwerken, der späten '60er Jahre gelungen...


In fettem Breitwand-Format bekommen wir ein Mädchen-Pensionat in schönstem Ambiente zu sehen, in denen der Butzemann umgeht und die Gegend unsicher macht. In knalligbuntem Eastman-Color wird eine (altmodisch wirkende - im besten Sinne!) Mordhatz-Geschichte aufgezogen, die ihren Ursprung in Mario Bavas BLUTIGE SEIDE und den damals angesagten Edgar Wallace-Krimis hat.
Mehrere (harmlose) Morde geschehen, und man darf fleissig miträtseln, wer denn nun der Butzemann ist. Mehr braucht man zur Story eigentlich nicht erzählen.

Man bekommt einige Euro-Stars des Exploitation-Kinos zu sehen:
Da wäre z.B. die italienische Ausgabe von Peter Lorre - Luciano Pigozzi, der sich in den Credits Alan Collins nennt! Ulkig, ulkig... Meistens spielte er in Nebenrollen (siehe auch Mario Bavas Meisterwerk DER DÄMON UND DIE JUNGFRAU), und in Gialli gehörte er regelmässig zu den sogenannten roten Heringen...
Die männliche Hauptrolle spielt Mark Damon, den Vincent Price/Edgar Allan Poe-Fans aus DER UNTERGANG DES HAUSES USHER kennen dürften, in dem er auch den jungen Helden spielen durfte. 
Dann wäre da Michael Rennie, den man auch im Trash-Kultfilm DRACULA JAGT FRANKENSTEIN als bösen Ausserirdischen begutachten kann. Sci-Fi-Fans kennen ihn bestimmt als Klaatu aus dem tollen DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND - in SIEBEN JUNGFRAUEN spielt er den ermittelnden Kommissar, und das ziemlich gut.

X-Rated haben ausnahmsweise ebenfalls ordentliche abgeliefert, denn die Bildqualität ist ziemlich gut für einen 42 Jahre alten Streifen. Vorlage war natürlich die toll restaurierte italienische DVD, die ich auch qualitativ für die bessere halte.

Ein wunderbar fotografierter Giallo der etwas harmloseren Sorte - in Italien ist der Film ab 12 Jahren freigegeben. Die deutsche FSK-Freigabe ab 18 Jahren ist nicht nur deshalb ein schlechter Scherz.
Für alle Giallo-Freaks, die es auch unblutig mögen! Knappe 9 von 10 Punkten...


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