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Bruce Allmächtig (2003)

Eine Kritik von JasonMichealFreddy (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 12.10.2005, seitdem 238 Mal gelesen


Jim Carrey unterwegs in göttlicher Mission, um zu beweisen, dass er der bessere "Gott" ist.

Story:
Bei Bruce Nolan (Jim Carrey) läuft einfach alles schief: ständig darf er unsinnige Reportagen über uninteressante Themen drehen, während sein Rivale Evan schon längst die Hauptnachrichten modieriert. Zwar hat er mit Grace (Jennifer Aniston) eine schöne Freundin, aber so richtig glücklich ist er mit seinem Leben dennoch nicht und beschwert sich daher andauernd bei Gott. Bis eines Tages eine Nummer auf seinem Pager erscheint, bei deren Rückruf es lautet, man habe ein lukratives Jobangebot für ihn. Begeistert begibt er sich zu besagter Adresse, um dann festzustellen, dass tatsächlich Gott (Morgan Freeman) persönlich ihn ausgewählt hat. Er soll für eine Woche die Aufgaben von Gott übernehmen, um zu beweisen, dass seine Aufgabe keinesfalls so leicht ist, wie immer angenommen wird...

"Bruce Allmächtig" ist leider der einzige Jim Carrey-Film der letzten Jahren, die Jim so zeigt, wie wir ihn gerne sehen: In Topform. Gleich zu Beginn spult er in bewährter Manier sein erfolgreiches Reportoire von Grimassenschneiden bis derbe Sprüche klopfen ab, ohne dass er dabei mal eine Pause machen würde. Richtig gut wird's dann, wenn er die göttlichen Fähigkeiten erhalten hat und damit zunächst mal nur Unsinn anstellt und sich sein Leben so zurechtbiegt, wie er es gerne hätte, Brustvergrößerung für Jennifer Aniston inklusive.

Doch dann kommt's doch noch knüppeldicke - in der letzten Viertelstunde wird die Moralkeule ausgepackt und alles, was vorher an Gags aufgebaut wurde, gnadenlos dem Erdboden gleichgemacht. Warum eigentlich? Hätte doch gereicht, wenn Bruce einfach zugegeben hätte, dass Gottsein doch nicht so lustig ist und den Job wieder abgegeben hätte. Aber nein, stattdessen wird rumgesäuselt, weil er seine Freundin verloren hat und überhaupt alles den Bach runtergeht. Dazu noch viel Gebete und sonstiges religiöses Gefasel, das völlig überflüssig ist. Das macht die letzten 15 Minuten richtig zäh und auch sehr nervig. Dabei wäre der Film bis daher ganz klar auf die Höchstnote zugesteuert, denn wie schon gesagt, stärker war der gute Jim in den letzten Jahren nie.

Der macht seine Sache sehr ordentlich und packt ohne Pause Gags aus, dass man sich teilweise vor Lachen kaum halten kann. Jennifer Aniston darf seine nette Freundin geben, mehr aber auch nicht. Aus ihrer Rolle hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr rausholen können. Morgan Freeman als "Gott" ist dagegen geradezu perfekt und hat einige schön zynische Kommentare auf den Lippen.

Fazit: Es hätte ein perfekter Film werden können, wäre nicht die nervtötende letzte Viertelstunde, die keine Gags, dafür aber umso mehr Moralgelaber bietet. Schade, aber dafür gibt's 2 Punkte Abzug und da bin ich noch gnädig. Davon abgesehen aber top und hoffentlich ein Wink mit dem Zaunpfahl für Jim Carrey, es doch in Zukunft wieder etwas mehr krachen zu lassen.

8 von 10 Punkten


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