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Findet Nemo (2003)

Eine Kritik von Duke Skywalker (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 08.05.2004, seitdem 389 Mal gelesen


Nemo ist technisch die neue Referenz der computeranimierten Filme.
Wunderschöne, detaillierte Unterwasserwelten, voll von liebevoll animierten, farbenfrohen Charakteren.
Und von denen trifft Marvin auf der Suche nach seinem Sohn einige, wie z.B. die eigenartigen Haifische (überraschend passend: Erkan & Stefan als Stimmen von Hammer und Hart), die sich das Fischessen abgewöhnen wollen oder die Schildkröten. Auch Marvins Sohn Nemo lernt einige teils verrückte Kreaturen kennen, wie die Krabbe Jacques mit dem Putzfimmel. Die Meeresbewohner mit ihren teils schrägen Macken sind das eindeutige Highlight des Films. Beeindruckend dabei was Pixar aus der doch eigentlich begrenzten Mimik und Gestik von Fisch und Co. rausgeholt hat, ohne die Tiere zu sehr zu vermenschlichen.
Der Film ist klar auf ein jüngeres Zielpublikum zugeschnitten und dementsprechend niedlich und harmlos ist auch alles, inklusive der Gags. Dort hat Shrek eindeutig mehr geboten, dessen Humor auch genug fürs Erwachsene Publikum bot.
Dies soll aber nicht heißen das Nemo witzlos wäre. Der Film hat einige gute Lacher, wie zum Beispiel die Möwen die ja schon fast Kultstatus haben. Ein bisschen überstrapaziert wird meiner Meinung nach der Running Gag mit dem extrem vergesslichen blauen Fisch der Marvin begleitet.
Neben nettem Witz bietet der Film auch einiges an Action, wie eine Verfolgungsjagd mit hungrigen Möwen, Fluchtversuchen aus einem Aquarium oder die Flucht vor einem Hai durch ein altes Wrack und ein Minenfeld. Mit unter schafft es Pixar hier nicht nur beim jüngeren Publikum Spannung aufzubauen, wenn gleich der (gute) Ausgang bei dieser Art Film absolut klar ist.
Bei den Synchronsprechern zeigte Disney erneut ein gutes Händchen und wählte bekannte, gut passende Stars aus, die den Fischen ihre Stimme liehen. Christian Tramitz als Marvin, Anke Engelke aus dessen vergessliche Begleiterin oder Erkan & Stefan als Hammer und Hai - sie alle machen ihre Sache fantastisch und sorgen für gute Laune.
Fazit: Findet Nemo ist ein toll animierter Familienfilm, allerdings für meinen Geschmack zu brav und nett. Shrek trifft da meinen Humor schon eher und steht in meiner persönlichen Hitliste der animierten Filme eindeutig vor "Findet Nemo". Auch Toy Story gefällt mir ein Tick besser. Daher: 7/10 Punkte, aber dennoch absolut sehenswert.


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