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Godzilla vs. Spacegodzilla (1994)
Eine Kritik von Boxhamster (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 03.05.2009, seitdem 508 Mal gelesen
Mutierte Godzillazellen lassen im Weltall ein Kristallmonster entstehen, welches sich zu einer Bedrohung für die Erde entwickelt und so versuchen die Menschen dem Unhold mit einem Kampfroboter und der telepathischen Beeinflussung von Godzilla den Garaus zu machen.
Die Macher der Godzillafilme lassen sich immer wieder neue Ideen und Monster einfallen, um unsere Lieblingsechse Godzilla in Kämpfe zu verwickeln und der Gedanke, ein Wesen aus dem Weltall zu senden, welches durch dorthin geratene Godzillazellen und über schwarze Löcher mutierte, ist gar nicht so übel, nur leider sind das Drehbuch und die Umsetzung nur teilweise gelungen.
Die Geschichte bietet einige nette Einfälle, aber sinnvoll zusammen fügen sich diese nicht immer. So werden eingeworfen ein neu entwickelter Kampfroboter namens Mogera, der gegen Godzilla kämpfen soll, gleichzeitig will man mittels einer Kapsel, die in Godzillas Hirn geschossen werden soll, diesen per Gedankenkraft über eine Telepathin lenken, ein Soldat, der zusammen mit Godzilla junior auf einer Insel hockt und auf Rache für seinen durch Godzilla getöteten Bruder sinnt und die Bedrohung durch das bereits erwähnte Weltraummonster namens Spacegodzilla. Ziemlich hilflos in diesem Storygemisch schwirrt dann noch ein völlig fehl am Platze wirkender Nebeneinschub einer Mafiabande, die die Telepathin entführt und für ihre Zwecke einbinden will und der Comedyteil mit dem Typen, der ein Kuscheltier aus einem Automaten angeln möchte.
Naja, aber die Handlung bei japanischen Monsterfilmen ist es ja nicht, die einen bei Laune halten soll, sondern die Auftritte der Monster, doch auch hier gibt es ein paar Spaßbremsen. Das Kostüm und die Umsetzung von Godzilla sind nach wie vor nicht zu bemängeln, denn dieser tritt imposant auf und ist schön anzusehen. Bei seinem Sohn, der nur wenig in Erscheinung tritt, haben die Macher die Niedlichkeitskeule rausgeholt, wodurch der Kleine mit seinen riesigen Kulleraugen und seiner tappsigen Art bei bei den meisten Zuschauern wohl eher für Antipathie sorgt. Der Kampfroboter Mogera ist eine schwache Variante der bisherigen Maschinen wie z.B. Mechagodzilla aus den vorherigen Filmen, welche optisch nicht viel her macht. Und der titelmitgebende Spacegodzilla ist sehr gewöhnungbedürftig, denn im Grunde ist er ein etwas grimmiger ausgefallenes Godzillakostüm mit zwei Kristallhöckern auf den Schultern und, wenn er fliegt, mit zig weiteren Kristallen am Körper.
Den Debütkampf liefert sich Spacegodzilla, der hier seinen ersten und letzten Filmauftritt absolviert, mit Mogera im Weltall und hier haben die Macher an allen Ecken und Enden gespart, wie man an den an Fäden hängenden Styroporklumpen, die Sterne oder Meteore darstellen sollen, erkennt.
Die späteren Kämpfe auf der Erde können sich dagegen sehen lassen und das finale Aufeinandertreffen von Godzilla, Spacegodzilla und Mogera nimmt eine gute halbe Stunde ein, was an sich löblich ist, doch leider stellt sich hier bald ein Sättigungsgefühl ein, da die Fights recht abwechlungslos von Statten gehen. So bestehen diese zum Großteil aus Strahler- und Schießereien, so dass es an allen Ecken sprüht und funkt und auch die leuchtenden Energie- und Schusskristalle von Spacegodzilla sind ein Fest für die Augen, doch für ein klassisches Monstergerangel bleibt dabei leider kaum Zeit.
Zudem fehlt einem die Musik von Akira Ifukube, denn die Melodien stammen diesmal von Takayuki Hattori und können nicht so überzeugen wie die Stücke des Altmeisters.
Unterm Strich ist "Godzilla vs. Spacegodzilla" ein Kaiju Eiga mit guten Ansätzen und Einzelszenen, doch in seiner Gesamtheit ist der Film zu unausgeglichen, so dass der ganz große Monsterspaß ausbleibt.
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