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Mystic River (2003)

Eine Kritik von Deathblade (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 03.11.2003, seitdem 845 Mal gelesen


Als ich zum ersten Mal den Trailer zu Mystic River sah, wurde mir sofort bewusst, dass ich mir diesen Film nicht entgehen lassen kann. Der Trailer versprach ein düsteres, story- und dialoglastiges Drama mit einer Topbesetzung.

Jimmy (Sean Penn), Sean (Kevin Bacon) und Dave (Tim Robbins) spielen noch ahnungslos in Ihrem Viertel Straßenhockey. Als die drei Jugendfreunde gerade Ihre Namen in Zement verewigen, tauchen plötzlich zwei mysteriöse Fremde auf, die sich als Polizisten ausgeben. Einer davon bringt Dave dazu ins Auto zu steigen. Die Fremden nehmen Dave mit und er wird sexuell missbraucht. Nach vier Tagen gelingt ihm die Flucht. Seit diesem tragischen Vorfall grüssen sich die einstigen Freunde nur noch gelegentlich auf der Strasse. Dies ändert sich nach dem mysteriösen Mord an Jimmys Tochter.

Die oben kurz geschilderte Anfangssequenz, auf der Strasse ist sensationell in Szene gesetzt worden und führt den Zuschauer optimal in die Storyline ein. Durch diesen tollen Anfang fiebert man schon von Beginn an mit. Danach werden die einzelnen Charaktere vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk bekommen natürlich die einstigen Jugendfreunde. Viele Filme leben von Action, Komik oder anderen Elementen, Mystic River hingegeben lebt ganz klar von den Schauspielern. Die Darsteller spielen wahrlich auf höchstem Niveau. Sean Penn bringt seine Trauer und seinen Zorn gekonnt und beeindruckend rüber. Auch Tim Robbins weiß durch seine Mimik und sein Augenspiel zu überzeugen. Glanzleistungen erbringen auch Kevin Bacon und Laurence Fishburn, die als Cops für einige Lacher gut sind. Der weibliche Cast besteht zwar nur aus Nebenrollen, kann aber auch überzeugen. Am meisten positiv aufgefallen ist mir Laurence Fishburn, der mich zuvor noch nie so richtig überzeugen konnte. Von den anderen Darstellern war ich nichts anderes gewohnt.

Der Film ist von Anfang bis Ende spannend. Zwar ist Mystic River sehr dialoglastig, aber die Darsteller machen ihre Sache so gut, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Auch hat er meiner Meinung nach keine störenden Längen. Ein kleiner Kritikpunkt gibt es allerdings trotzdem. Aus dem Ende hätte man mehr herausholen können und es führt zu kleinen Verwirrungen. Dennoch ist der Film absolut empfehlenswert. Am liebsten möchte ich mir den Film gerade nochmals ansehen, obwohl der Film für mehrmaliges betrachten gar nicht geeignet ist, da man die Auflösung schon kennt. Aber aufgrund der schauspielerischen Leistungen überdenkt man dieses Kriterium schnell.

Das Rating ist übrigens gerechtfertigt. Innerhalb der letzen 30 min tauchen zwei Prügelszenen auf, die ein Rating R nicht ausschließen können.

Wer genug hat von Action-, CGI geladenen Filmen und sich nach einer Abwechslung sehnt, ist mit Mystic River sehr gut bedient. Ganz großes Schauspielerkino!

8/10


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