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Freddy vs. Jason (2003)

Eine Kritik von A-Lexx (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 18.08.2003, seitdem 1487 Mal gelesen


Das dürfte wohl der härteste "Rated-R" Film sein, den ich je gesehen habe. Ich konnte teilweise nicht glauben was ich da sah und was mir an Gewalttätigkeiten vor Augen kam.
Schon am Anfang ging es ganz gut zur Sache, aber ich hatte ja keine Ahnung, konsequent bis zum Schluss.

Ein Rezensent auf dieser Seite sprach davon, dass es sich primär um einen "Nightmare"-Film handele. Dem würde ich zustimmen, und deshalb wurde wohl auch Freddys Name vor Jasons gesetzt. Die Story ist etwas künstlich, aber wie will man denn sonst ein Duell zweier Horrorikonen forcieren... Ne da hat man storytechnisch das beste rausgeholt und etwas Sinn ergibt sie sogar auch ;)

Sehr gefallen hat mir der Kontrast zwischen Jason und Freddy... Der eine im Wasser und der andere im Feuer krepiert, ein Lob an die Drehbuchautoren wegen Berücksichtigung solcher exquisiten Details.

Anfangs ist der Film noch etwas unbestimmt in seinerm Rythmus. Freddy hier, Jason dort, aber das gibt sich von Minute zu Minute. Man kann wirklich sagen, dass JEDER einzelne Kill Jasons (im besonderen) und auch Freddys EXTREM blutig ausfällt. Auch schön, dass jeder Tod innovativ und einzigartig ist. Apropros... SCHEIßE WAR DER BRUTAL!!! Ich als altgedienter Gorehound musste mir den Speichel alle zwei Minuten von dem Mundwinkeln wischen. Damit hätte ich NIE gerechnet, dass man so sehr auf Gore setzt, ist es doch heutzutage eher das Motto "weniger ist mehr (profit)"... Hier wurde aufs ganze gegangen... Keine Off-kills... Ich klinge jetzt wie ein kleines Kind das sich freut, und so ähnlich ist es auch, denn dass ich sowas auf der großen Leinwand erleben durfte ist göttlich. Ich würde Wetten eingehen, dass dieser Film niemals uncut in die deutschen Kinos kommt und wenn ich an FSK 16 denke, wird mir übel.

SPOILER -
Die Szene als Freddy Jason als Kind die Kralle langsam in die Schläfe drückt war echt sehr übel und ich habe mich angefasst gefühlt von dieser respektlosen detailierten Gewalt
/Spoiler.

Am Anfang beginnt der Film wie ein typischer Teenie-Film. Party, sex etc. Aber es wirkt auf mich, als sei das nur der Einsteiger um die Zuschauer einzustimmen. Im weiteren Verlauf des Films, besonders als sich die Clique findet um die beiden zu bekämpfen, hat es eigentlich nichts mehr von einem Teenie-Film. Es gibt keine Klischeeszenen... Alle Morde geschehen im Zusammenhang der Storyentwicklung und wirken nicht wie "Mordsepisoden". Der Film ist clever kontruiert und Freddy begeistert durch sein Einfallreichtum. Dass der Film ernst sei, kann ich leider nicht ganz bestätigen. Es gibt sehr viele "Fun"szenen... Am slapstickartigsten wohl die "Flipperszene" und Freddys ängstlicher Gesichtsausdruck als er


(spoiler)
in die wirkliche Welt gerät und Jason gegenübersteht
(/spoiler).

Aber ich denke, dass es nicht schlimm ist, dass man sich für diese Richtung entschieden hat, denn einen ernsten Horrorfilm kann man mit dieser Thematik natürlich nicht machen, dennoch ist es richtig dass der Film nie albern ist und auch auf Horrorfilmebene gut funktioniert.
Ich fand es nur schade, dass (wie in früheren NOES-Filmen) die Dramatik des Einschlafens vernachlässigt wurde. Manchmal sind die Leute wo hingeblendet wird bereits in der Traumwelt und wir bekommen gar nicht zu sehen wie sie eingepennt sind. Auch als der Schwarzen die Nase angehackt wird, war uns nie bewusst wie sie eingepennt ist. Aber es ist ja auch kein "richtiger" NOES-Film sondern ein Fanfilm der rocken will, und das tut er. Freddy ist wieder ein Sprücheklopfer, hat aber dennoch sowas wie eine bedrohliche Ausstrahlung in dem Film. Wer gewinnt?

SPOOOOOOOILERRRRRRRRR!!!!!!

Ich denke, dass es ein Unentschieden war. Man wolte es beiden Fraktionen recht machen. Und das haben sie geschafft, den beide Gruppen hatten in den letzten Sekunden des Film etwas zu applaudieren. Ich zugegebener Maßen habe in der ganz letzten Einstellung am Lautesten applaudiert ;-) Ja ich war die ganze Zeit auf Freddys Seite :-P

/ Spoiler

Und es war einfach nur geil, wie die verschiedenen Fans ihre Idole "anfeuerten".

Die Traumsequenzen sind ach ganz gut, wenn auch nicht so schön surreal und gruselig wie in den älteren Filmen und bei weitem nicht so subtil. Als Freddy-Fan würde ich mir für eventuelle Sequels "back to the early roots" wünschen, aber bei FVsJ hat es funktioniert.

Der Film hat einfach RIEEEEESENspaß gemacht, was natürlich auch am Publikum lag.... aber auch am Film :-)


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