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House of the Dead - Der Film (2003)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 01.11.2004, seitdem 363 Mal gelesen


Lasst uns erst mal rekapitulieren: HOUSE OF THE DEAD ist ja eigentlich ein Ego-Shooter für die Playstation, bei dem man Zombies und sonstige Monster zu Brei schießen kann, wobei dann herrlich viel Blut und Körperteile durch die Luft fliegen.
In HOUSE OF THE DEAD - DER FILM sieht das aber anders aus.

Erst mal hab' ich nicht den blassesten Schimmer was der Film mit dem Spiel zu tun haben soll, aber das soll uns jetzt mal egal sein.
Ich fasse mal schnell die "Handlung" zusammen: Ein paar junge Leute (keine Teenies!) fahren auf eine Insel wo ein riesiger Rave stattfinden soll. Dort angekommen wirkt die Insel wie ausgestorben. Bald müssen sie sich Horden von Zombies zur Wehr setzen.
Das war die Handlung!

Neben der lausigen Story, werden einem in der ersten dreiviertel Stunde noch saublöde Charaktere (keine Ahnung was Jürgen Prochnow hier verloren hat), viele unfreiwillig komische Logiklücken und erschreckend wenige und völlig harmlose Effekte präsentiert. Der ganze Film kommt im hektischen Techno-Style mit vielen zackigen Schnitten und abgespaceten Kamerafahrten daher, kann damit aber nicht überzeugen, sondern nervt nur.

Ungefähr nach der Halbzeit, wenn die Zombies allmählich immer mehr werden und dann schließlich eine Anzahl erreichen, die ungefähr der fünffachen Menge der Zombies in DAWN OF THE DEAD und BRAINDEAD entsprechen dürften, wird auch endlich mal ein bisschen gesplattert.
Zwar sind einige sehr nette und auch harte Szenen dabei, vom Hocker hau'n tut einen hier aber nichts und ein Grad an Splatter, der dem Computerspiel gleichkommt, wird in keinster Weise erreicht.

Zusammenfassend lässt sich also folgendes sagen: HOUSE OF THE DEAD ist ein ziemlich hirnrissiger, handlungsarmer Film mit nervigen, pseudo-coolen Charaktere, der leider völlig hinter seinen Erwartungen zurückbleibt.
Die Splatter-Szenen überzeugen nur selten, da die meiste Action in den hektischen Schnitten untergeht. Der wenn auch nur selten zündende Gore macht den Film aber annähernd erträglich.

Fazit also: ein sehr kurzweiliger Splatter-Spaß ohne jeglichen Kult-Charakter und ohne Szenen, die in Erinnerung bleiben. Der Streifen ist zwar nicht so schlecht wie sein Ruf, er ereicht aber nur mit knapper Mühe und Not das Prädikat "anschaubar".
Mein Tipp daher: Lieber das Spiel einlegen!


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